Unsere Vorbereitungstipps für die Eingewöhnung 

Die Eingewöhnung begann für mich bereits vor dem eigentlichen Termin in der Kita. Wir haben uns als Familie darauf vorbereitet und heute möchte ich euch zusammenfassen, wie wir das getan haben. Vielleicht sind für den ein oder anderen Ideen und Tipps dabei, die bei eurer Eingewöhnung hilfreich sein können. (Ich kann nur jedem empfehlen, sein Kind auf das kommende vorzubereiten. Wir  Erwachsenen wissen, was kommen wird, kennen die Welt um uns herum (Und können uns darin verorten), die Termine die kommen und haben einen Plan. Unsere Kinder verfügen solange nicht über dieses Wissen, bis wir sie teilhaben lassen. Ich persönlich weiß gerne, was (und wer) auf mich zukommt.)

Bevor es losgeht – Tipps zur Vorbereitung

1. Schweigen ist Silber, Reden ist Gold!

Sprecht mit euren Kindern. Egal wie alt sie sind! Erzählt und besprecht, was bald auf euch gemeinsam zukommen wird: Dass es bald in die Kita geht, dort gespielt wird (mit Erziehern und Kindern) und auch Essen und Schlafen dort stattfindet. Geht doch auch mal an der Einrichtung vorbei und zeigt sie von außen (vielleicht auch innen) und schaut gemeinsam den zukünftigen Weg in die Kita an.

6 Tipps zur Vorbereitung der Eingewöhnung

2. Angebote nutzen

Vielleicht werden bei euch vor Start der Eingewöhnung Krabbeltreffs angeboten. Diese sind dafür da, die zukünftigen Erzieher, andere Kinder und deren Eltern, sowie die Räumlichkeiten schon mal zu beschnuppern. So kann man auch Kontakte zu anderen Eltern knüpfen. Schaut auf der Website oder am schwarzen Brett, ob es Feste oder Aktivitäten gibt, an denen ihr teilnehmen könnt. (Auch an Elternsprechtagen) Das gibt zum einen Gesprächsstoff und schöne Erinnerungen und auch einen Bezug zur zukünftigen Einrichtung.

3. Themenbezogene Bücher

Greta hat zwei Kitabücher, die wir vor der Eingewöhnung regelmäßig und häufig angesehen und besprochen haben. Wichtig war mir hier, dass wir ein Buch finden, bei dem es auch um negative Gefühle gibt. Denn die Kita ist kein rosa Conny Traum, sondern ein Raum echter Emotionen. Noch wichtiger als das bloße Vorhandensein eben solcher, ist vor allem der beschriebene Umgang damit: Kinder sollen wissen, dass es in der Kita Menschen gibt, die sich umeinander kümmern. Ob das nun Kinder sind, die Spielsachen und Essen teilen, oder Erzieher, die trösten und schlichten.

4. Ein Übergangsobjekt als vertrauter Freund 

Vor der Kita hatte Greta kein besonderes Spielzeug, das ihr besonders wichtig war. Bzw. wurde dies immer mal gewechselt. Vor allem unter ihren Schleichtieren gab es immer wieder besonders geliebte Vertreter. Damit sie jedoch einen Freund hat, den sie an sich drücken, spüren und mit durch den Tag nehmen kann, haben wir ihr ein Maus Kuscheltier besorgt. Sie liebt die Sendung mit der Maus und die dazugehörigen Artikel (leider sind die wenigen die es aktuell gibt recht schwer zu bekommen). Wir haben ihr immer gesagt, dass die Maus bald mit ihr gemeinsam in den Kindergarten gehen wird. Mittlerweile begleitet sie uns fast überall mit hin. In der Kita trägt sie sie vor allem am Morgen viel mit herum und kuschelt sich an sie, wenn es zum Mittagsschlaf geht. Ein Übergangsobjekt kann ein Kuscheltier oder Schmusetuch sein. Ein Spielzeug ist eher ungünstig, da dieses auch mal verloren gehen oder von anderen Kindern beneidet werden kann. Das sollte in der Einrichtung abgesprochen werden. (Für größere Kinder gibt es in vielen Häusern regelmäßig zusätzliche Spielzeugtage.)

5. Gemeinsamer Einkauf – Rucksack, Ordner und Co

Für die Kita-Zeit ist einiges zu besorgen. Einen kleinen Rucksack (passend für den Wegbegleiter oder auch Brotdose – je nach Konzeption) kann man toll gemeinsam aussuchen, packen und wird stolz herum getragen. Für Greta haben wir einen Löwenrucksack gewählt, da sie aktuell ganz vernarrt ist in diese Tiere. Ebenfalls exklusiv für die Kita haben wir gemeinsam ihren Portfolio-Ordner (sie hat sich einen ausgesucht) und Bettwäsche mit der Maus gekauft. Diese Bettwäsche gibt es nur in der Kita. All diese Dinge eignen sich wieder sehr gut, um zu besprechen was bald kommen wird. Durch diese Gegenstände wird alles ein wenig greifbarer.

6. Bindungen ermöglichen 

Sofern es möglich ist und Großeltern, Verwandte, gute Freunde oder Pateneltern da sind, kann es für Kinder hilfreich sein, dass sie vor der Kitazeit bereits neue Bindungen neben den Hauptbezugspersonen kennenzulernen. (Wie Bindung entsteht, habe euch hier versucht zu erläutern.) Kinder brauchen die Möglichkeit sich auf andere einlassen zu können und wenn das klappt, schafft ihr sogar freie Zeiträume für euch, die ihr genießen könnt. Natürlich ist die Kitasituation immer noch etwas ganz anderes, als bei der Oma zu sein. Aber gleich bleibt, dass in beiden Situationen Mama/Papa nicht da sind. Greta verbrachte das erste Mal eine Stunde ohne uns, als sie 14 Monate alt war und der Elternabend in der Kita Anstand. (Sie war mit der Oma den Nebenraum entdecken.) Wir sind hier ganz behutsam vorgegangen und so, dass wir uns alle drei dabei wohl und sicher gefühlt haben.

Wie wir unsere Tochter während der Eingewöhnung begleitet haben, folgt ein anderes Mal.

Wie habt ihr eure Kinder auf diese große Veränderung vorbereitet? Hinterlasst doch einen Kommentar, um die Liste zu erweitern! 🙂

Herzlichst, Antonia


Hier findet ihr die theoretische Reihe, unsere Erfahrung und spannende Gastbeiträge zum Thema Fremdbetreuung:

Teil 1: Fremdbetreuung und Bindungstheorie

Teil 2: Bindung in der Betreuung

Unsere Erfahrung:

UNSERE EINGEWÖHNUNG – WENN DAS KIND EIN PRIVATLEBEN HAT

UNSERE EINGEWÖHNUNG TEIL 2: TRÄNEN UND GLÜCK

Gastbeiträge:

GB Kita: Von „Hin und weg“ zu hin…und weg!

GB Fremdbetreuung – Missbrauchtes Vertrauen

GB Fremdbetreuung „Du hast’s gut-du hast schon Feierabend!“

Teil 3: Erfahrungsberichte Fremdbetreuung

 

Ein Kommentar zu „Unsere Vorbereitungstipps für die Eingewöhnung 

  1. Hannah hat es gut mitbekommen, da sie jeden Tag Lukas mit hin gebracht hat.
    Und Lukas erzählte ihr auch immer ganz viel davon.
    Oft wollte sie bei den Großen gar nicht mehr raus😅
    Die Eingewöhnung selber dauerte etwas länger durch den personalmangel, aber so an sich war es für sie alles bekannt.

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