Plötzlich Working Mom

„Antonia – wir brauchen jemanden. Und wir wollen dich. Sofort! Geht das?“ Ähm. Ja, geht das denn?!

Vor zwei Wochen erreichte mich dieser Anruf meiner ehemaligen Teamleiterin. Ich fühlte mich erstmal geehrt, dass sie mich angerufen hatte: So eine Wertschätzung habe ich lange nicht erfahren und ja, es schmeichelt mir. Mit meiner letzten Arbeitsstelle stand ich seit meinem Beschäftigungsverbot weiter regelmäßig in Kontakt. Ich habe die Arbeit dort immer gern gemacht und das Team hat super funktioniert. Ich wollte irgendwann wieder einsteigen – in Ruhe, später, irgendwann. Nun kam diese Möglichkeit von heut auf morgen und ein paar Tage später saß ich mit den Verantwortlichen zusammen und besprach die Möglichkeiten: Was brauchten/wollten sie und was von meiner Seite aus möglich?

Unsere Überlegungen: Was ist für unsere Familie machbar?

Mein Mann und ich überlegten im Vorfeld, was möglich wäre. Was können wir leisten? Was will ich stemmen? Und vor allem: Wozu ist Greta in der Lage? Kann sie auf mich verzichten? Wie lang und in welchem Rhythmus?

Wir kamen überein: Ich könnte arbeiten gehen, wenn er (schichtbedingt) zu Hause ist. Greta und der Papa hätten somit exklusive Quality Time für sich und Greta wäre nicht fremdbetreut. Ich fokussierte maximal 3 Tage pro Woche mit etwa 15 Stunden. Die entsprechenden Tage müssen flexibel zu legen sein – immer in Abstimmung mit dem Schichtplan meines Mannes, damit Gretas Betreuung abgedeckt ist. Das ist zum Glück in meinem Job gut vereinbar, denn meine Arbeitszeit teile ich mir zum Großteil selbst ein.

Einen Betreuungsplatz in unserer Wunscheinrichtung haben wir ab September. Für die Eingewöhnung habe ich mir mindestens vier Wochen vorgemerkt, und auf diese bestand ich im Gespräch auch. Wenn Greta sich nicht wohl fühlt, bleibt es bei dem beschrieben Arrangement. Wenn die Eingewöhnung gut klappt (ich gehe davon aus, dass unsere Maus ihren Spaß haben wird, sobald sie sich sicher und geborgen fühlt), könnte ich mir vorstellen meine Stunden zu erhöhen.

Ich habe großes Glück: Mein Arbeitgeber und das Team waren mit meinen Bedingungen einverstanden und zeigen ebenso Verständnis, dass es im Rahmen der Eingewöhnung meiner Tochter zu Ausfällen kommen kann – das habe ich offen kommuniziert. Meine Tochter ist das Wichtigste. Das ist eindeutig ein Vorteil im sozialen Feld: Die Familie wird mit einbezogen, sie zählt und ist wichtig.

Das Prä-Gefühlschaos

In einem gefühlten Hau-Ruck-Verfahren werde ich also aus unserem Alltag „gerissen“ und zurück ins Arbeitsleben geworfen. Innerhalb von zwei Wochen wurde mir klar, dass die Elternzeit für mich und meine Tochter verringert werden wird. Es kommen jetzt Zeiten, in denen ich nicht ihr ganzes Leben mitbekomme. Ja: Sie verbringt bereits seit einigen Monaten immer wieder einige Stunden auch nur mit dem Papa, aber es fühlt sich trotzdem anders an. Ich bin auf einmal mehrere Kilometer entfernt, nicht abrufbar, nicht sofort da, wenn etwas ist.

Doch diese Chance freut mich auch, denn so sehr ich jede Minute mit meinem Baby genießen möchte, merke ich doch in letzter Zeit immer wieder, dass die vergangenen 16 Monate Spuren hinterlassen haben. Ich brauche immer öfter Zeit für mich: Um einen klaren Kopf zu kriegen, durchzuatmen oder meinen Körper mal nur für mich zu beanspruchen. Ich bin seit geraumer Zeit weniger belastbar, schneller ungeduldig oder gereizt und es ist MEINE Aufgabe nun für mich zu sorgen, meine Reserven aufzufüllen und so wieder voll belastbar zu sein. (Bedürfnisorientiert bedeutet auch auf meine Bedürfnisse zu achten – das lerne ich immer noch. Sonst knallt es – wie ich euch hier schon mal berichtet habe.) Ich denke, mir wird der Job gut tun, das gebraucht werden, das im Team agieren, die Gespräche mit großen Menschen (jede Mama weiß, was ich meine ;-)) und ich werde etwas bewirken können (das hoffe ich zu mindest).

Neben der Vorfreude bleibt die Angst

Dann kommen immer wieder stoßartig Sorgen in mir auf. Teilweise türmen sie sich zu regelrechter Panik auf, schnüren mir die Luft ab, lassen mein Herz rausen, meinen Körper zittern, schütteln mich und meine Gedanken durch und am Ende bleiben nur Tränen. Vorhin (Samstag) hatte ich einen solchen „Anfall“ und bin immer noch aufgewühlt und körperlich mitgenommen. Denn solche emotionalen Extremsituationen kosten mich enorm viel Kraft, berühren sie doch mein Innerstes, meinen Lebensmittelpunkt: Meine Tochter. Wie soll sie nur ohne mich den Tag überstehen? Wie soll das mit dem Schlaf klappen – werde ich immer pünktlich zum Mittagsschlaf da sein? (Sie schläft ausschließlich mit Stillen ein und nur mit stillen durch.) Wie werden die Tage laufen, an denen sie vielleicht traurig ist? Wird der Papa sie immer beruhigen können? Wird er ihre Bedürfnisse erkennen und befriedigen können? Was werde ich verpassen? Wird unsere Beziehung zueinander darunter leiden?

Aufmerksame Leser wissen, dass ich aktuell „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten“ lese (welches ich immer und immer wieder empfehle! HIER (Affliate Link – Werbe Link) könnt ihr es kaufen). Darin wird immer wieder aufmerksam gemacht, wie sehr unser Verhalten, unsere Haltung und die Art und Weise wie wir (nicht) erziehen mit unserer eigenen Geschichte verknüpft ist. Und ich hatte ein unglaubliches „Aha Erlebnis“.

Meine aktuelle Aufgabe als Mama

Auslöser war, dass Greta seit ein paar Tagen fast nur um mich herum läuft, die Arme nur zu mir ausstreckt, dabei „Mami! Mamiii!“ ruft und wenn der Papa sie nehmen möchte (oder soll), kurz gewimmert oder gemeckert wird. Sie spiegelt gewiss mein inneres Gefühlschaos. Sie spürt, das da etwas im Argen ist. ABER – und jetzt kommt das große Aber und meine Erkenntnis, auf die ich zugegebenermaßen stolz bin (weil mich die Selbstreflexion und das Nachspüren einiges an Kraft gekostet hat):

Meine Aufgabe ist es aktuell meiner Tochter die Möglichkeit dafür zu geben, diese Situationen auch ohne mich bewältigen zu können. Meine Aufgabe ist es, sie zu befähigen, auch ohne mich den Tag zu überstehen. Denn wenn der Papa sie auf den Arm nimmt (nur, wenn sie sich nicht an mir festkrallt) wird sie merken, dass er genauso gut (wenn auch auf eine andere Art und Weise) ihre Bedürfnisse sehen und befriedigen kann. (Und das funktioniert bereits lange Zeit im Alltag sehr gut. Ich spreche auch nicht davon, sie weinen zu lassen. Bevorzugt sie zeitweise einen Part von uns, versuchen wir dem nachzukommen.) Sie wird lernen sich selbst zu regulieren – ich meine damit kein Antrainieren oder Aushalten. Ich meine damit nicht, dass ich sie schlechten Gefühlen aussetze, sondern dass ich aufpassen muss, wem ich hier grad den größeren Gefallen tue: Mir und meiner Geschichte oder nehme ich ihr vielleicht die Möglichkeit für Empowerment? Um die Fähigkeit zu entwickeln, diese Dinge zu bestehen: Trennung von Mama, auch mal traurig oder wütend sein, das Mama gerade keine Kraft hat – die entsprechenden Lösungsstrategien müssen in ihrem Gehirn erst gelernt und gefestigt werden. Viele, viele hundert Male, bis sich Resilienz bilden und sie davon profitieren kann. (Bitte, bitte lest das empfohlene Buch, dann versteht ihr es auch genau!)

Das hat mit meiner Geschichte zu tun und davon möchte ich euch ein klein bisschen erzählen, einfach damit es klarer und verständlicher wird: Ich bin das jüngste von drei Kindern. Meine Mama hat meinen körperlich und geistig mehrfach Schwerstbehinderten Bruder, meine Schwester und mich zum Großteil allein aufgezogen. Ich war das stille, das funktionierende, das unsichtbare Kind, für das oft Zeit und Kraft gefehlt haben. Ich trage in mir eine große Sehnsucht, die nicht gestillt werden kann, weil sie in meiner Kindheit verpasst wurde. Der Zug ist abgefahren. Und Mama, ich weiß du liest das hier: DU hast keine Schuld. NIEMAND hat daran Schuld (auch wenn es einfacher wäre, jemanden diese einfach zuzuweisen). Die Umstände haben Schuld. Dieser verrückte Cocktail an Lebenssituationen, der dich dazu zwang dich für deinen Sohn und deine ältere Tochter mehr zu opfern.

working mom

Mir geht es darum zu erspüren und zu begreifen, warum ich handle, wie ich handle: Ich ertrage es nicht, wenn meine Tochter nicht unverzüglich bei ihrer Mama ist, wenn ihr danach ist. Ich ertrage nicht, wenn sie dieses Bedürfnis nicht sofort und übermäßig befriedigt bekommt. Mir fällt das (vielleicht) schwerer als anderen Mamas, und nun weiß ich auch wieso. Weil ICH eine große Sehnsucht danach in mir trage. Weil MEIN Bedürfnis danach wahrscheinlich nicht (immer) in ausreichendem Maße befriedigt wurde. Weil meine Mama aufgrund von damaliger Erziehungsideologie, äußeren Einflüssen, Geschwistern und eigenen Kräften dem nicht immer nachkommen konnte. Das ist jedoch MEINE Geschichte und ich darf sie meiner Tochter nicht überstülpen. Ich habe die Aufgabe mein Kind zu befähigen tiefe Beziehungen und Vertrauensbindungen zu anderen Personen aufbauen zu können und darf ihr mit meinem eigenen Schmerz nicht im Weg stehen. Und trotzdem werde ich immer für sie da sein und mich ihr zuwenden, wenn sie mich braucht. Wir werden sie nie nötigen, mit jemand anderem Vorlieb zu nehmen, wenn die Möglichkeit besteht, dass ich mich um sie kümmere. Aber ich werde einen Schritt wagen, der mit einschließt, dass sie solche Dinge erlernen kann.

Während ich dies schreibe und nochmal nachfühle und begreife, wird mir klarer warum ich mich bisher so verhalten habe. Und weine. Ich betrauere, was ich verpasst habe. Ich trauere mit meinem inneren Kind und kann auch mit meiner Mama gemeinsam diesen Umstand besprechen und betrauern. Meine Aufgabe ist mein Handeln selbst zu reflektieren und die (nicht) Erziehung meiner Tochter so zu gestalten, dass sie hoffentlich diesen Schmerz nicht mit sich tragen wird.

Diese Erkenntnis hilft mir wieder mich positiv den kommenden Tagen zuzuwenden und voller Aufregung und Neugier eben diese anzugehen. Ich werde in der kommenden Woche hier für euch dokumentieren, wie es gelaufen ist. Natürlich lasse ich ihr bereits Freiräume. Sie erfährt Freiheit, geht in die Welt hinaus, erforscht und erfährt. Ich bin immer an ihrer Seite – und ich lasse mehr und mehr zu, dass andere Menschen die Chance erhalten, ihr diese Sicherheit zu bieten. Und warum? Weil SIE dazu bereit ist und ich jetzt mitziehen muss. Und das tue ich nun auch auf neue Art und Weise. Ich spüre es mehr und mehr und kann mich von meiner Geschichte mehr und mehr losmachen und ihr noch mehr Raum geben. Wir wachsen gemeinsam.

Die ersten Tage – Es läuft! Also die Milch…

Der erste Tag: Das Aufstehen fiel mir wider Erwarten nicht immer schwer. An einem Morgen wollte Greta mich nicht gehen lassen und so lag ich lang mit ihr im Bett und verzichtete auf mein Frühstück. m ersten Morgen lies mich Greta sogar aufstehen und schlief weiter (ähm was war denn da los?!) – eine ganze Dreiviertel Stunde. Als ich bereits traurig war, dass ich gehen könnte ohne mich zu verabschieden, hörte ich aus dem Schlafzimmer ein fröhliches „Daaaaa!“. Sie war wach, ich konnte sie nochmal knuddeln und mich verabschieden. Sie winkte mir fröhlich.

Auf dem Weg zur Arbeit gönnte ich mir etwas, worauf ich seit 16 Monaten verzichtet habe: Ich hörte Harry Potter als Hörbuch. Was vor der Geburt meiner Tochter über Jahre zu meinem festen EInschlafritual gehörte, wird jetzt zu meinem Ritual auf dem Weg zur Arbeit. Nur ich und Rufus Beck in den Ohren. Ein Traum und absolute Me Time! Die Begrüßung auf Arbeit war herzlich, ich erhielt Schlüssel, Passwörter usw. und richtete meinen Arbeitsplatz ein. (Das hat ebenso etwas meditatives für mich.). Auf dem Handy trudelten jeden Tag Bilder von Greta ein, wie sie im Zoo Tiere beobachtete oder sogar bei Papa in der Trage schlief (nie länger als 20 Minuten, aber immerhin). Am Montag während einer Besprechung, merkte ich das dann auf einmal: Meine Brust schmerzt. Super – daran hatte ich absolut nicht gedacht. Auch nicht an Stilleinlagen. Wie blöd das war, sollte ich später merken. Zwischenzeitlich war ich völlig vertieft in die Arbeit, in Fallbesprechungen, den Suchen nach Lösungsansätzen und der Einarbeitung, dass ich zwar immer wieder an Greta dachte, aber gar keine Zeit hatte sie zu vermissen. Das klingt bestimmt absolut nicht nach mir, ich wundere mich bei der Reflexion auch. Aber es war so. Ich dachte mir am ersten Tag: „Na läuft doch ganz gut.“ Und als ich mit dem Arm an meiner Jacke langstreifte, merkte ich, es wirklich lief. Der Kuh-Bertamodus ließ grüßen. Ich hatte einen riesigen Milchfleck auf meinen Klamotten. Wo ist das Loch im Boden, wenn man es braucht? Und wieso hat man ständig Wechselklamotten fürs Kind, aber nicht für die Mama dabei? Naja, immerhin fanden wir es dann doch witzig, meine Kollegen und ich. Zu Hause begrüßte mich  eine lachende Gretamaus, die tolle Tage mit ihrem Papa hinter sich hatte. Und dank WhatsApp war ich doch irgendwie dabei. Und ich? Ich hatte ebenso schöne Arbeitstage. Ich fühlte mich sehr wohl und bin voller Vorfreude auf die nächsten Tage, wenn es dann richtig losgeht (also mit der Klientenarbeit).

Am zweiten Tag blieb ich sogar (ungeplant) etwas länger auf Arbeit. Dieses Mal klappte das mit dem Schlafen jedoch nicht. Am Ende des Tages war Greta 12 Stunden wach – mit gerade mal fünf Minuten Powernap in der Trage. Das Schlafen wird also ein Punkt bleiben, auf den wir einfach achten müssen.

Ausblick

Ich denke, dass mir die Arbeit gut tun wird. Die erste Woche jedenfalls war es so. Ich vergaß die Zeit und schaute ich am ersten Tag noch ständig aufs Handy, war dies Freitag schon nicht mehr der Fall. Es ist Zeit für mich, Zeit, die mich fordern, mich weiter tragen und bringen wird. Zeit, die meine Tochter mit ihrem Papa (oder später auch anderen) haben wird, Zeit, in der wir Abenteuer erleben, von denen wir uns berichten werden. Die Zeit, in der wir uns Vermissen und wieder in die Arme schließen können. Wenn ich Heim komme, wird erstmal lange gekuschelt, gestillt und einander genossen. Auch das Handy habe ich viel seltener in der Hand, was unglaublich zu unserem Wohlbefinden beiträgt. (So gern ich euch auch Einblicke in unser Leben gewähre.)

Meinen Job werde ich nie wieder ohne meine Erfahrungen aus Schwangerschaft und Mamazeit machen können und das ist gerade für diese Arbeit sehr wertvoll. Ich bin jetzt in der Lage anders auf meine Klienten zuzugehen, emphatischer zu sein und sie besser zu verstehen. Ja: Auch ich habe früher nicht für möglich gehalten, wie sich alles ändert. Aber es gibt wirklich Dinge, die man nur versteht, wenn man eigene Kinder hat. Grundsätzliche Dinge, die dich in deinem ganzen Sein verändern. Ich mag solche Verallgemeinerungen eigentlich nicht – aber hier kann ich mir nicht vorstellen, dass es anderen anders geht. Ich habe in den vergangenen 16 Monaten so viele Soft Skills (weiter-)entwickelt, so das ich mich meinem Beruf auch gewachsener fühle. Denn ich bin gewachsen. Und ich habe viel mehr Verständnis für Eltern – und immer mehr auch für unterschiedliche Wege des Elternseins. Auf der anderen Seite bin ich viel emotionaler, schneller berührt und ergriffen – das wird zu einer Aufgabe im beruflichen Kontext für mich werden. (Spannungsfeld der Sozialen Arbeit: Nähe und Distanz)

Für uns drei ändert sich also gerade einiges und irgendwie ist es doch ähnlich. Hatten wir bisher viel gemeinsame Zeit, haben wir nun viel Zeit jeweils mit Greta allein und weniger zusammen. Doch anstatt wie bisher die Tür hinter mir zu schließen und noch nach ihr lauschen zu können, bekomme ich nun Fotos aufs Handy geschickt. Mein Mann muss nun auch ab und zu nach Nachtschichten wach bleiben, was sehr anstrengend ist (vor allem wenn er dann trotzdem den ganzen Vormittag im Zoo verbringt.) Ich muss mich daran gewöhnen, nicht in unmittelbarer Nähe sein zu können und genieße es doch irgendwie, mich mit etwas anderem zu beschäftigen und Menschen Hilfestellungen zu geben, ihnen unter die Arme zu greifen und sie zu stärken. 

Das ermöglichte Teilzeitmodell ist für uns als Familie perfekt und familienorientierter geht es glaube ich nicht. Ich bin sehr dankbar für diese tolle Möglichkeit so flexibel wieder einzusteigen in einen Job, den ich vor der Schwangerschaft gern gemacht habe. So plötzlich wie es damals endete, so plötzlich fing es auch wieder an. Die nächste Zeit wird spannend und ich kann noch gar nicht richtig glauben, dass ich jetzt auch eine „Working Mom“ bin.

Herzlichst, Antonia


Wie ist das bei euch? Wann und wie seid ihr wieder in den Job eingestiegen oder habt ihr euch  sogar komplett umorientiert? Haben sich eure Pläne erfüllt oder habt ihr sie -so wie wir- umgeworfen bzw. angepasst? (Gaaaanz ursprünglich sollte ich ja ganz „normal“ nach einem Jahr wieder arbeiten, doch wir konnten uns mehr Zeit freischaufeln. Das hätten wir auch noch eine Weile machen können, aber diese Chance musste ich ergreifen.) Arbeitet ihr Teil- oder Vollzeit, im Home-Office oder ausserhalb der eigenen vier Wände? Wollt ihr davon berichten – dann schreibt mir eine E-Mail, ich freue mich auf eure Gastartikel!

Hier findet ihr Marinas Beitrag zur ernüchternden Planung ihres beruflichen Wiedereinstiegs.

5 Kommentare zu „Plötzlich Working Mom

  1. Liebe Antonia,

    ich war erstaunt aber genauso erfreut diesen Artikel zu lesen. Das du wieder einsteigst wusste ich ja schon – aber wie und das ganze Drumherum hat mich doch neugierig gemacht. Für mich klingt es ehrlich gesagt perfekt. Du kannst dir deine Arbeitszeiten selbst einteilen und auch für die Eingewöhnung in der Krippe wird viel Zeit sein. Selbst wenn es Greta dort nicht gefallen sollte, kannst du bei deinem jetzigen Arrangement bleiben. Ich habe ab September 2 feste Betreuungstage für meine Tochter an denen ich arbeiten werde. Den Rest erledige ich im Home-Office wenn sie schläft. Für mich ebenso eine perfekte Lösung. Wir finden alle unseren Weg. Und das du nun mit Harry Potter im Ohr zur Arbeit fährst ist super! Deine „Me-time“ sozusagen! Ich empfehle dir übrigens das Buch „das Kind in dir muss Heimat finden“ – du bist soweit! ❤
    Von Herzen alles Liebe für dich!
    Deine Miriam
    von http://www.howimetmymomlife.de

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    1. Liebe Miriam,
      Es ist so spannend wie unterschiedlich und zeitgleich passend verschiedene Arrangements sein können. Das Buch steht seit deiner Empfehlung letztens auf meiner Leseliste. Mal sehen wann ich dazu komme 😀
      Liebe Grüße nach Frankreich! 💞

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  2. Liebste Toni,

    so ein wundervoller Bericht!! Mein bisheriger Lieblingspost.

    Aber irgendwie regt er mich doch auch wieder zum Nachdenken an… ist es bei mir vielleicht auch das vermisste aus der Kindheit? Und doch weiß ich, dass es richtig für uns war, uns dieses halbe Jahr als Familie zu gönnen, Ruhe einkehren zu lassen… doch vielleicht gab es in all dieser Zeit auch Situationen, in denen ich ZU SEHR für ihn da war… besser beschrieben hast du es in deinem Text. Hach, meine Liebe, ich danke dir für diese Impulse.

    Und ich bin so stolz, dass du den Schritt gewagt hast. Bin so froh, dass dein Arbeitgeber dich so zu schätzen weiß, und deine Bedingungen ernst genommen hat. Bin beeindruckt, wie sehr dich der Babypapa bei allem unterstützen kann. Alles, alles Liebe für die kommenden Wochen!

    Deine AC

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe AC!

    Vielen Dank für deine Worte. Innehalten und einen Schritt zurück zu treten, den Blick zu weiten und auf die eigene Geschichte zu schauen, kann sehr aufwühlend und voranbringend sein. Die Methoden und Sichtweisen aus dem Buch (und weitere Impulse aus den professionellen Gesprächen) haben mir wirklich sehr geholfen.
    Ja mein Mann hat ein wirklich tolles Schichtsystem, dass uns viel ermöglicht.

    Oh dein Lieblingspost? Wow ❤️

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