Fremdbetreuung – Erfahrungsberichte

Hier folgt nun der letzte Teil (inklusive der Erfahrungsberichte) zum Thema Fremdbetreuung und der Antwort auf die Frage, wie es bei uns konkret weiter geht.

Hier findet ihr den ersten Teil zum Thema Bindungstheorie, hier den zweiten Teil mit meiner Meinung über Bindung in der Fremdbetreuung.

Wie geht es bei uns weiter?

Geplant war ursprünglich, das Greta ganz „normal“ bzw. üblich mit einem Jahr in die Kita geht. Sobald wir die erste Kita Besichtigung hatten (damals war ich noch schwanger), wusste ich, wussten wir, das geht für uns nicht. Mein Arbeitsvertrag war ziemlich zeitgleich mit meinem Mutterschutz ausgelaufen und ich hatte die ersten Monate immer wieder Panikattacken „Wie geht es weiter? Ich will bei meiner Tochter bleiben!“. Ja, regelrechte Panik. Mein Mann rechnete und rechnete – wir fanden für uns eine Lösung. Die beinhaltet einige Einschränkungen, aber wir konnten Sachen weg sparen und Kosten senken. Andere können das leider nicht mehr 😦 und auch wenn bei uns das Geld knapp ist, reicht es irgendwie. Ok manchmal sieht es nicht so gut aus, aber es ist trotzdem machbar! Für uns wäre es keine Option gewesen sie so früh abzugeben – zu mal wir auch keinen Platz bekommen hätten.

Greta hat ab Spätsommer einen Platz in einer Kita mit gutem Ruf und vielen persönlichen Empfehlungen von Freunden und Arbeitskollegen. (Sie hätte schon jetzt gehen können, wir konnten den Platz jedoch tauschen). Es ist eine vergleichsweise kleine Einrichtung mit festen Stammpersonal. Die Leitung hatte sich über eine Stunde Zeit für uns und meinen Fragebogen genommen (wenn ihr mögt schreibt mir, dann teile ich mit euch diese Fragen an eine Kita, die mir wichtig waren!). Die Gruppen sind klein – ja es gibt Gruppen, das war mir vor allem für ihr Alter wichtig und sie hat dort feste Erzieher, die die gesamte Kita Zeit an ihrer Seite bleiben werden. Sie werden gemeinsam wachsen – die Kinder und die Erwachsenen. Wann ich wieder in den Beruf einsteige, weiß ich noch nicht. Wir halten es uns offen, damit wir im Notfall auch unsere Tochter wieder raus nehmen können. Ich will eine sanfte Eingewöhnung für sie. Sie soll sich wirklich sicher und angenommen fühlen. Mir ist auch wichtig dass sie sich mitteilen kann und so erstmal so wenig wie dort bleiben MUSS aber so lange wie Sie will und kann. Vor einem halben Jahr hätte ich noch gesagt „Greta geht nicht, bevor sie mindestens zwei ist!“ Jetzt merke ich, dass sie das durchaus packen kann. Ich denke nicht das sie es braucht – denn wir treffen uns zum Spielen auf dem Spielplatz, unternehmen Dinge und entdecken die Welt für uns.

Fremdbetreuung erfahrungsberichte
Wie geht es für uns weiter?

Ich denke aber auch, dass sie ihren Spaß haben wird, vor allem weil es dort viele neue Dinge zu entdecken gibt und andere Herausforderungen auf sie warten. Denn manches kann ich zu Hause wirklich nicht umsetzen – zum Beispiel so viele Spielsachen und Klettermöglichkeiten anbieten. Sie interagiert gern mit anderen Menschen (egal ob groß oder klein. Kinder brauchen Menschen!) – Ich sage bewusst nicht spielen, da in diesem Alter noch kein soziales Spiel zu beobachten ist (es wird nebeneinander nicht miteinander gespielt ;-)). Soziales Miteinander erlernen Kinder übrigens auch zu Hause – unsere Tochter geht jetzt schon weinende Kinder trösten, bringt Spielsachen oder nimmt sich etwas von ihnen. Sie putzt Nasen, kämmt Haare, bringt Jacken oder lacht Menschen an, schäkert. Sie imitiert eben das Verhalten ihrer Bezugspersonen. 😉 (Außerdem finde ich es mitunter fraglich, wie soziale Regeln von anderen erlernt werden sollen, die sie selbst noch nicht beherrschen. Man lässt ja auch nicht den Blinden den Blinden führen. U3 Kinder sind alle noch zu sehr mit ihrer eigenen anstrengende Entwicklung beschäftigt – sie hauen und beißen auch mal, weil es sie überkommt. Das ist blöd, aber nachvollziehbar. Nein ich würde meine Tochter da nicht freiem Lauf lassen, aber sie auch nicht bestrafen, sondern begleiten. Von daher haben auch altersgemischte Gruppen ihre Vorzüge. Aber das sind wieder ganz andere Themen. :-))

Wie es dann läuft, kann ich zu gegebener Zeit berichten. Falls es nicht klappt, kürzen wir die Stunden oder nehmen sie wieder raus und probieren es später erneut. Ich gehe aber davon aus, das es klappen wird. Eben weil sie tiefe, starke Wurzeln hat und sie offen und neugierig ist.

Nachtrag Samstag, 17.Juni 2017 – So lautete der Plan zu mindest bis gestern. Eventuell ändern sich unsere Pläne jobbedingt. Das wird sich in den nächsten Tagen klären.

Schlusswort

Fremdbetreuung kann ein wundervoller Gewinn für alle sein. Eltern können arbeiten, Zeit für sich haben und die Kinder gut versorgt wissen. Kinder wollen in den ersten Lebensmonaten eine sichere Bindung zu ihren Eltern/Bezugspersonen aufbauen. Wenn Eltern liebevoll, adäquat und (in der ersten Zeit) unverzüglich auf die Bedürfnisse ihrer Kinder reagieren und ihnen viel körperliche Nähe schenken, fühlen sich Kinder sicher, angenommen und können sich auf ihre Umwelt einlassen. Eine langsame, kindorientierte Eingewöhnung, die auch die Eltern berücksichtigt, ist notwendig – alle müssen an einem Strang ziehen, um dem Kind den Übergang so leicht wie möglich zu gestalten. Je jünger das Kind, umso geringer sollte die (tägliche) Fremdbetreuung sein.

Sicher gebundene Kinder haben es oft leichter, sich einzufinden und anzupassen. Insgesamt sind Kinder „robuster“, als wir manchmal denken und vermögen viel mehr, als wir ihnen zutrauen. Ob nun bei den Eltern, Geschwistern, Großeltern, Familie, Freunden oder pädagogischen Einrichtungen: Solange sich Kinder sicher und geborgen fühlen, können sie sich gut entwickeln und dann geht es der ganzen Familie gut. Es gibt nicht das perfekte Alter – jedoch sollte die kognitive, soziale und psychologische Entwicklung berücksichtigt werden. Klar muss aber bleiben: Vor allem Erwachsene brauchen diese Art der Betreuung – nicht die Kinder – da oftmals nicht mehr auf einen Clan zurück gegriffen werden kann.

Jetzt folgen Erfahrungsberichte von Eltern, die von verschiedenen Betreuungsmöglichkeiten und Verläufen berichten. Weitere habe ich euch verlinkt. Wenn ihr von euren Erfahrungen berichten wollt, schreibt es in die Kommentare! Oder möchtet ihr ausführlicher davon in einem Gastbeitrag berichten? Dann schreibt mir eine E Mail!

Erfahrungsberichte aus der Community – vielen Dank für jeden Einzelnen!

Theresa, Mama von Pepe, Selbstständige Fotografin – Der Papa rockt die Elternzeit:

„Wir wünschten uns ein Baby doch schon bevor das kleine Wunder in mir heran gewachsen ist war mir klar das ich als Mama nicht dieses „typische“ Mama/Kind Jahr haben werde. Als unser Sonnenschein geboren ist habe ich die ersten drei Monate sehr mit ihm genossen und wollte am liebsten ewig mit dem kleinen Pepe Zuhause sein, Mama sein, einfach Zeit mit diesem kleinen wundervollen Baby verbringen. Doch genau so sollte es nicht sein. Als Selbstständige Mama ist alles nicht so einfach und ja der Job ist wichtig. Der Papa hat die Möglichkeit eine unvergessliche Zeit mit seinem Sohn zu verbringen. Es ist wunderschön wie die zwei das meistern. Insgesamt haben wir als Familie viel viel mehr Zeit zusammen. Ich würde natürlich selbst gerne an der Stelle stehen aber bin dennoch mit der Situation zufrieden wie sie ist. Wir als Familie, das ist so schön.“

Ihr findet Theresa hier bei Instagram.

Miriam, Mama von einer kleinen Tochter – Tagesmama-engel

Da unsere Familien über 800km entfernt wohnen und mein Partner viel arbeitet war ich seit der Geburt meiner Tochter mehr oder weniger auf mich alleine gestellt. Die ersten Wochen und Monate waren sehr anstrengend, da sie sehr viel Körperkontakt brauchte, viel schrie und wenig schlief. Irgendwann schwanden meine Kräfte und ich wusste, dass ich Untersützung benötigte, da ich sonst keine gut gelaunte Mama mehr sein konnte. Also erkundigte ich mich und fand heraus, dass man sich in meiner Stadt zwischen einer Krippe und eines Tagesmutter entscheiden kann. Ich musste keine 10 Sekunden  überlegen und entschied mich für eine Tagesmutter. In meinem Ort gibt es 8 Tagesmütter, die bei sich Zuhause zwischen 1-3 Kindern betreuen. Jeden Morgen treffen sich alle Tagesmütter auf einem Spielplatz oder unternehmen etwas zusammen (wie zum Beispiel ein Besuch im Zoo oder Vogelpark). Seit sie 10 Monate alt ist geht meine Tochter nun also zwei Mal die Woche zu ihrer Tagesmutter Marie. Die Eingewöhnung damals lief problemlos, denn diese Frau strahlt so viel Ruhe aus, dass selbst ich gerne von ihr in den Arm genommen werden würde. Die ersten Wochen trug sie meine Tochter fast die ganze Zeit im Trageschal, worüber ich sehr dankbar war und was mir zeigte, dass wir die richtige Person erwischt hatten. Mittlerweile fühlt sich meine Tochter dort wie Zuhause. Wenn ich sie morgens hinbringe rennt sie sofort ins Wohnzimmer zu ihrer Spielkiste und vergisst dabei sogar manchmal, dass ich mich eigentlich gerne von ihr verabschieden würde. Mittlerweile arbeite ich auch wieder ein paar Stunden die Woche und in Kombination mit der Tagesmutter ist das ziemlich perfekt für uns. Ich weiß, dass sie dort in guten Händen ist und das ihr der Kontakt zu den anderen Kindern gut tut. Und ich weiß, dass ich die kurzen Auszeiten vom Mamadasein brauche um Energie zu tanken. Die Zeit, die wir dann gemeinsam haben genießen wir dafür umso bewusster.

Miriams Wochenbettfragebogen findet ihr übrigens hier. Ihr findet Miriam hier bei Instagram und hier kommt ihr zu ihrem Blog „How I Met My Momlife“.

Jessica, Mama eines kleinen Sohnes – Einmal Betreuung und zurück 

Was war ich überzeugt, mein Kind mit einem Jahr zur Kita zu schicken. Ich schaute mir Kitas an, sprach mit den Leitungen, doch entweder wirkten sie zu groß, zu unsympathisch oder einfach zu unflexibel. Und plötzlich stand fest, eine Kita ist keine Option. Tagesmutter! Wir schlossen den Vertrag ab, zahlten eine Kaution. Wir rechneten noch einmal alles durch. Die Betreuung würde uns ein Vermögen kosten. Eine Papa-Elternzeit kam aufgrund seines Jobs nicht in Frage. Eigentlich. Unser Gefühl teilte uns nämlich mit, unser Kind braucht Mama und Papa, keine fremde Person!Und so kam es dazu, dass der Papa doch Eltern-Teilzeit nahm. Morgens bis mittags übernimmt der Papa. Ab Mittags ich, denn der Papa ist dann arbeiten.Die finanziellen Einbußen sind übrigens nicht wesentlich höher als bei einer Fremdbetreuung! Ich bin nicht gegen eine Fremdbetreuung, aber mein Kind hat mir gezeigt, dass nicht jedes Kind so früh dazu in der Lage ist!

Jessicas berührenden Wochenbettfragebogen findet ihr hier. Ihren Instagramaccount findet ihr hier.

Sarah, Mama einer kleinen Motte – Glücklich beim Tagesvater (FrauScnulli)

Na dann los.. Wie gesagt unsere Motte ist mit 18 Monaten zu einem Tagesvater gekommen. Ich musste ab dem 2. Geburtstag wieder zurück in meinen Job und hier gibt es überall nur Plätze ab dem Sommer, daher gab es für uns keine andere Möglichkeit als sie so früh „zu schicken“. Aber vorab: das ist das Beste was wir machen konnten! Sie liebt es dort und geht jeden Tag gerne hin (aber freut sich auch wieder auf zu Hause, wenn ich sie abhole). Mein Mann wollte eigentlich einen richtigen Kindergartenplatz, um ihr einen Wechsel zu ersparen, aber leider haben wir keinen Platz bekommen. Ich fand es gar nicht schlimm eigentlich sogar gut, denn mir waren die Kindergärten eigentlich zu groß für unser sensibelchen. Ohne auf das Jugendamt zu warten habe ich mich dann selbst dahinter geklemmt und so sind wir zu unserem Tagesvater gekommen. Beim anschauen der Einrichtung hat unsere (zu der Zeit 10 Monate alte Tochter) Motte nach 10 Minuten angefangen sich von uns zu entfernen. Das hat sie bis dato noch nie gemacht. Im Gegenteil, Sobald jemand fremdes hinzu kam wurde gebrüllt und sich versteckt. Sie hat einfach „ein Problem mit fremdem“ und ist sehr sehr schüchtern. Da kam es ganz gelegen, dass in dieser Einrichtung nur 2 erwachsene und insgesamt 8 Kinder sind. Wir haben am Anfang eine sehr lange Eingewöhnung gemacht (fast 10 Wochen), ich hatte die Zeit, da ich erst im März wieder arbeiten musste. Ich hatte mir aber auch als Option gelassen sie evtl nur 3 Tage in der Woche abzugeben, wenn es ihr zu viel gewesen wäre. Aber diese lange Zeit der Eingewöhnung war der Schlüssel, denke ich. Wir haben ihr für alle neuen Sachen mindestens 1 Woche Zeit gelassen sich daran zu gewöhnen. Dass diese Einrichtung von einem Mann geführt wird (die 2. Betreuerin ist eine Frau) war für uns total egal, denn unsere Tochter mochte ihn von der ersten Minute an und er ist ihr absoluter Bezugspunkt, auch wenn ihr etwas Angst macht. Das ist uns das wichtigste und da ist es egal, ob Mann oder Frau. Seitdem sie dort ist, habe ich ein sehr zufriedenes und ausgeglichenes kind, was dazu auch in der sozialen Kompetenz so viel gewonnen hat, was ich ihr „alleine“ nicht hätte „bieten“ können. Wir würden es wieder machen.

Ihr findet ihr Instagramprofil hier.

Anna, Mama von Milena u. Matheo – Der Opa übernimmt das!

Milena ist heute fast 8 und wurde mit 12 Monaten von einer Tagesmutter betreut und 2 Monate später kam sie in die Krippe. dadurch das es eine ganz neue Einrichtung war war die Gruppe sehr klein und die Eingewöhnung sehr kindbezogen. Milena war immer schon ein sehr offenes Kind und es gefiel ihr vom erstan Tag an. auch mit den langen Zeiten hatte sie keine Schwierigkeiten. leider gab es keine andere Möglichkeit weil ich wieder arbeiten musste und auch viel. im Nachhinein habe ich oft gedacht das ich mehr Zeit gebraucht hätte. heute geht Milena 2 mal in der Woche bis 15 Uhr zur Schule aber nicht weil sie das muss sondern weil es ein tolles Angebot gibt. Matheo ist 16 Monate und wird vom Opa betreut aber nur Stundenweise und bei uns zu Hause. Ich glaube das er sich viel schwerer an eine Krippe gewöhnen würde weil er sehr viel mehr Eltern und vor allem Mama bezogen ist. Mit der Betreuung geht es mir sehr gut und ich arbeite gerne und auch weniger als früher.

Annas Wochenbettfragebogen findet ihr hier und ihr Instaprofil hier.

Stella, Mama von Juri – Die Eingewöhnung ist Papas Aufgabe!

Juris Eingewöhnung startete am Montag nach seinem ersten Geburtstag, Ende März. Wir hatten beschlossen, dass Juris Papa sie übernimmt, weil wir gehört hatten, dass das in vielen Fällen sogar besser klappt, als mit der Mama. In unserem Fall kann ich das so unterschreiben, schon bei der Vorstellung daran, ihn dort „abzugeben“ wurde ich ganz sentimental. Juris Papa ist da eher pragmatisch. Daher verlief die Eingewöhnung auch ohne Probleme. Die Zeiten, ohne Papa wurden ganz langsam gesteigert und orientierten sich an Juris Verhalten. Es wurde von Tag zu Tag neu geschaut und spontan entschieden, es gab kein starres Schema, was durchgezogen wurde.  Das gefiel mir sehr gut. Sicherheitshalber hatten ich mir nach den vier Wochen, die Juris Papa für die Eingewöhnung frei hatte, noch zwei Wochen frei „erarbeitet“. Wir waren zu diesem Zeitpunkt bei 6h Kitaaufenthalt ohne Probleme. Dann wurde Juri leider krank und konnte eine Woche nicht in die Kita gehen. Die ersten zwei Tage nach dieser längeren Pause weinte er kurz beim Abgeben, ließ sich laut der Erzieherinnen jedoch schnell trösten und fand sich schnell wieder zurecht. Mir persönlich fiel es nach den vier Wochen Eingewöhnungszeit mit Juris Papa gar nicht schwer, Juri abzugeben, weil mir Juris Bezugserzieherin jeden Nachmittag ungefragt ganz viel Informationen gab, wie es gelaufen ist und wie es Juri den Tag über ging. Genau dafür bedankten wir uns nach 6 Wochen auch mit ein paar Blümchen bei der Bezungserzieherin. Wir hatten beschlossen, dass die Eingewöhnung jetzt wohl  rum sei.  Ein „So, Juri ist jetzt fix und fertig eingewöhnt“ hat mir ein bisschen gefehlt. Vermutlich auch nur, damit man auf die Frage „Wie lange hat eure Eingewöhnung gedauert?“ antworten und es quasi für sich selbst „abhaken“kann. Juri fühlt sich sehr wohl, geht teilweise mit offenen Armen auf die Erzieher zu und weint beim Abgeben nicht.  Auch mit Kritik wird super umgegangen. Als mir zum wiederholten Male  etwas auffiel, was mir nicht so gefiel, sprach ich es an und wurde sehr ernst genommen. Man bedankte sich, dass ich meine Zweifel angesprochen habe und wir konnten die Situation dadurch sehr schnell klären.

Stellas Instagramaccount findet ihr hier.

Schlusswort

Ihr seht, die Fremdbetreuung kann wundervoll verlaufen, wenn sie nicht fremd ist. Und ihr seht auch, dass man durchaus wieder einen Schritt „zurück“ gehen und sich an das Tempo des Kindes anpassen kann. In den letzten Tagen bekam ich einige Nachrichten von Mamas, die sich aktuell in der Eingewöhnung ihrer Kinder befinden und unsicher sind. Ihr Lieben: Sprecht Ängste, Sorgen und Bedenken an! Ebenso sagt den BetreuerInnen, was euch gefällt! Sensibilisiert diese Menschen für die Bedürfnisse und Gewohnheiten eurer Kinder! Nur gemeinsam kann unseren Kindern der Tag in der Kita so gestaltet werden, dass sie sich gut fühlen. Wahrscheinlich wird kein Kind mit gutem Gewissen dort bleiben, wenn Mama etwas auf dem Herzen hat. Sprecht die Erzieher an, die Leitung oder -falls euch Missstände auffallen- den Träger (oder auch Jugendämter, dies sollte aber der letzte Weg vor der Klärung sein). Seid offen und ich wünsche euch von Herzen, dass ihr euch die Zeit mit euren Kindern nehmen konntet/nehmen könnt, die ihr euch wünscht!

In diesem Sinne: Lasst uns miteinander, statt gegeneinander leben!
Herzlichst, Antonia

Ich hoffe dir hat meine kleine Reihe gefallen. Hinterlass mir doch einen Kommentar und gern darfst du meine Beiträge teilen!

Ihr möchtet von eurer Einstellung zum Thema Fremdbetreuung berichten? Vielleicht willst du mit der Erfahrung, die du und dein Kind gemacht haben, anderen Eltern Mut machen oder sie sensibilisieren? Dann schreib mir eine E-Mail – ich freue mich auf deinen Gastbeitrag! Antonia

Weiterführende Links:

Kindergarten (K)ein Ort für Kinder? Ein Artikel von Elternmorphose

Kindergartenpädagogik – Bildung durch Bindung

Armin Krenz – Bildung durch Bindung

Interview: Aggression bei Kindern – Bindung als Schlüssel?

Interview Remo Largo: Kinder mit Burn Out und das Fit Prinzip

frühkindlicher Stress und seine Folgen in der Kita

Ethnologie: Erziehung und Bindung

Erfahrungsbericht: Kündigung wegen Elternzeit

Artgerecht zum Thema Fremdbetreuung (Quelle: https://www.facebook.com/artgerechtprojekt/ )

https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fartgerechtprojekt%2Fvideos%2F1347601558626497%2F&show_text=0&width=560

Quellen:

1 Mierau, Susanne: https://geborgen-wachsen.de/2017/04/26/unsere-gesellschaft-braucht-sicher-gebundene-kinder/ , zuletzt aufgerufen am 13.06.2017.

2 Kinderpsychiater Brisch, Karl Heinz: http://www.spielundzukunft.de/kinderzeit/bindung-und-beziehung/2638-eine-sichere-bindung-warum-sie-fuer-die-gesunde-kindesentwicklung-so-wichtig-ist, zuletzt aufgerufen am 13.06.17.

3 Largo, Remo: http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/schweiz/so-kann-es-nicht-mehr-weitergehen;art9641,1037481 , zuletzt aufgerufen am 13.06.2017.

4 Kinderpsychiater Brisch, Karl Heinz: http://www.spielundzukunft.de/kinderzeit/bindung-und-beziehung/2638-eine-sichere-bindung-warum-sie-fuer-die-gesunde-kindesentwicklung-so-wichtig-ist, zuletzt aufgerufen am 13.06.17.

5 Kinderpsychiater Brisch, Karl Heinz: http://www.spielundzukunft.de/kinderzeit/bindung-und-beziehung/2638-eine-sichere-bindung-warum-sie-fuer-die-gesunde-kindesentwicklung-so-wichtig-ist, zuletzt aufgerufen am 13.06.17.

(Zuzüglich erarbeitetes Wissen aus meinem Studium sowie praktischer Arbeit)

9 Kommentare zu „Fremdbetreuung – Erfahrungsberichte

  1. Hallo Antonia
    ENDLICH hab ich es geschafft deine ausführlichen Berichte zu diesem Thema zu lesen, bei uns ist so viel los da hab ich es einfach nicht eher geschafft. Ich finde deine Beiträge wie immer toll. Vor allem zu diesem Thema finde ich , erweitern Sie meine Sicht. Du schreibst neutral ohne Wertung, das finde ich sehr gut. Bei diesem Thema gibt es eben nicht nur schwarz oder weiß und das hast du sehr gut herausgestellt.
    Danke dafür.
    Viele liebe Grüße, Anni

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