Dog Storys: Bedürfnisspagat zwischen Kleinkind, Baby und Hund

natürlich geliebt
Familienhündin Bonnie Foto: privat

Heute berichtet Katharina von Natürlich geliebt über ihren alltäglichen Spagat zwischen den Bedürfnissen aller Familienmitglieder: Zwei Erwachsene, ein Kleinkind, ein Baby und Bonnie, die 5 jährige griechische Hündin. Ihr findet Katharina hier bei Instagram.

Unsere Hündin Bonnie ist nun 5 Jahre alt. Wir haben sie im Alter von 5 Monaten aus dem Tierheim geholt. So richtig wussten wir nicht, was auf uns zukommen könnte. Mein Mann und ich hatten beide eher spärlich Erfahrungen mit Hunden gesammelt und doch war uns beiden klar, dass zu unserem Leben ein Hund gehören sollte. Also fuhren wir an einem kalten Oktobertag 2012 ins Tierheim und verliebten uns gleich in ein Knäuel Hundewelpen, von denen eins unser Hund sein sollte. Wir fuhren nach Hause, um uns diese verantwortungsvolle Aufgabe gut zu überlegen. Zuhause angekommen, entschied ich, dass wir SOFORT einen dieser armen Hunde retten mussten, denn es wurde kalt, es fror, die Hundekinder waren ganz alleine ohne ihre Mama,…also nichts mit Kopf-Entscheidung!
Wir merkten recht schnell, dass unser Hund sehr schlau war. Zu schlau für uns Hunde-Unerfahrenen. Sie zeigte nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, dass sie uns ganz leicht durchschauen konnte, dass sie viel Bewegung und Beschäftigung brauchte und dass eigentlich nichts vor ihr sicher war. Ganz die liebenden Hundeeltern gaben wir ihr täglich mehrere Stunden Auslauf, Erziehung mithilfer einer Hundetrainerin, Denkaufgaben. Wir waren sehr motiviert, aus unserer wilden Griechin einen in sich ruhenden, nervenstarken und top erzogenen Familienhund zu machen. Eins davon hat geklappt: Ein Familienhund ist sie geworden!
Es zeigte sich bald, dass unsere Erziehungsbemühungen so ziemlich ins Leere gingen und irgendwann arrangierten wir uns damit. Sie wird kein Hund mehr, der ohne Leine perfekt führbar ist. Wenn wir sie laufen lassen, müssen wir sicher sein, dass sie dort auch laufen darf. Zurück kommt sie immer, nur eben meist, wenn sie es möchte. Sie verzichtet auf Hunde-Leckerlies, wenn sie merkt, dass wir sie dafür im Gegenzug erziehen wollen. Sie fiepst und jault und bellt immer noch wie verrückt, wenn sie ein Einhörnchen sieht oder Gäste sich anmelden. Wenn sie ein Mensch wäre, würde ich sie so beschreiben, dass sie ein aufbrausendes Temperament und einen ausgeprägten Kontrollzwang hat.
Nun haben wir im Mai 2015 unseren großen und im Januar 2017 unseren kleinen Sohn als menschlichen Familienzuwachs bekommen und das Familienleben wurde mit jedem neuen Mitglied ein bisschen verrückter. Jeder von uns fünf hat seine ganz eigenen Bedürfnisse, die gestillt werden wollen und manchmal liege ich abends auf dem Sofa und bin einfach nur kaputt. Kaputt von den ganzen Bedürfnissen, die jeder von uns mitbringt. Kaputt, weil ich in der Verantwortung bin, mich um all diese Bedürfnisse allein zu kümmern, wenn mein Mann arbeiten ist.
Mit Kleinkind und Hund allein spazieren zu gehen, funktioniert. Mit Baby und Hund allein spazieren zu gehen, funktioniert auch. Aber mit Kleinkind, Baby und Hund, der an der Leine zieht wie verrückt, ist ein Erwachsener dann doch überfordert. Gut ist es dann, auf die Notlösung „Garten“ zurückgreifen zu können. Und so gibt es einige Abläufe, die gerade etwas kompliziert zu bewältigen sind.

Bonnie
Hündin Bonnie – Foto: privat
Ein Hund ist der tollste, liebste und treueste Freund, den ein Mensch haben kann und gleichzeitig ist er ein Kind, das nie erwachsen und nie selbstständig wird. Wir haben uns entschieden, für unsere Bonnie zu sorgen und sie in unsere Familie aufzunehmen und sie ist ein wichtiges Familienmitglied geworden. Wir sind immer noch überglücklich, sie zu haben und genießen die gemeinsame Zeit mit ihr. Es ist eine ganz besondere Erfahrung für unsere Kinder, dass sie mit einem Hund aufwachsen dürfen. Wir sind froh, dass Bonnie so ein toller, kinderliebender Hund ist. Aber hätten wir aber in die Zukunft blicken können, so hätten wir uns wahrscheinlich jetzt noch nicht für einen Hund entschieden.
Möchtest du auch von deinem Leben mit Kind/Baby und Hund berichten? Gibt es witzige, traurige oder spannende Dinge, die du anderen mitteilen möchtest? Dann schick mir eine E-Mail an fraeuleintandaradei@gmail.com , ich freue mich darauf!  Herzlichst, Antonia.

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