Dog Storys: Ich leine mein Kind auf der Straße an…

Dog Storys Hund und Kind

Tori (Ihr Profil bei Instagram findet ihr hier) lernte ich 2013 während der Arbeitszeit kennen und 2015 fanden wir uns auf Instagram wieder #instagramverbindet. Ihre quirlige und liebenswerte Art macht sie zu einem tollen Menschen. Sie gewährt heute Einblicke in den Alltag mit ihrem Sohn Thorin, Shi-Tzu-Hündin Frieda und Ernie & Herbert. (Wenn ihr eure Geschichte teilen möchtet, schreibt mir einfach eine Mail!)

2014, der Kinderwunsch bereits fest in meinem Herzen verankert. Beim Da-noch-nicht-Papa allerdings noch nicht wirklich. Ich sehnte mich so nach einem Baby, dass ich ein Fellbaby adoptierte. Unsere Frieda! Eine reinrassige Shih – Tzu – Göre.

Mit dieser kleinen Ulknudel war erstmal keine Langeweile angesagt…

Friedi war schon immer wild und verspielt. Eine Wildsau, ein Moorschwein – eben ein verrücktes, kleines Mädchen, was sich gerne dreckig macht. Von Etikette keine Spur. In Ruhephasen befand sie sich allerdings am liebsten in Mama’s oder Papa’s Kapuze, solange es ihre Körpergröße hergab. Ich muss nun etwas ausholen, um unser Zusammenleben mit Hund und Kind nachvollziehbar zu beschreiben:

Baby und HundIn der Nacht vom 30.12. zum 31.12.2014 hatten uns zwei verdächtige Striche verraten, dass sich unser Wunsch nach einem Kind nun bald erfüllen und Frieda nicht mehr lange Einzelkind bleiben wird. Zu Anfang natürlich kein Thema für sie, alles blieb beim Alten, außer dass Mama nun einen größeren Schatten warf. Frieda wuchs weiter, entwickelte sich und lernte nun bald die Nachteile des Frauendaseins kennen – die erste Hitze. Muss das eine Achterbahn der Gefühle für sie gewesen sein…die eigene Pubertät, alle sprechen nur von einem ‚Baby‘. Rückblickend erinnert mich das ganze Szenario irgendwie an ‚Susi und Strolch‘. Friedi’s Verhalten begann sich nun auch deutlich zu verändern. Sie wurde eifersüchtig, fing an meinen Freund und mich zu beschützen. Ich wohnte zu diesem Zeitpunkt noch bei meinen Eltern, wo meine andere, ältere Hündin Scarlet lebt.(Auch eine Shih Tzu Dame) Bis zu Friedi’s Hormonchaos gab es zwischen den beiden nie Probleme. Allerdings fing sie bald an sich über Scarlet zu stellen (zumindest es zu versuchen) und dies ging meistens in einen unschönen Kampf über. Scarlet ist Frieda aber nicht nur von der Masse überlegen und zeigt ihr jedes Mal, wer die Chefin ist. Soviel zu den Beiden.

Als unser Sohn Thorin geboren wurde und wir am nächsten Morgen aus dem Geburtshaus kamen, war die Aufregung nicht nur bei den Menschen groß. Die Hundekinder durften unseren Familienzuwachs gebührend begrüßen und das große Schnüffeln begann. Schwänzchen wackeln war angesagt! ‚Wird schon werden‘ war unser Leitgedanke im Bezug auf unser Leben mit Baby und Hundekind Frieda. Wir haben also nie wirklich groß geplant – falls das überhaupt großartig machbar ist. Wir fanden es besonders wichtig, dass Frieda sich nicht benachteiligt fühlt und bezogen sie natürlich mit in unseren Alltag ein. Wir haben uns immer aufgeteilt: Der Eine beim Baby, die Andere beim Hundekind & umgekehrt.
Als Thorin noch sehr klein war, wich Frieda ihm nicht von der Seite und passte auf. Dies änderte sich jedoch mit zunehmender Aktivität und sie sah sich das Ganze lieber von Weitem an. Seine Freude über sie zeigte er über ‚hauen‘ und Haare ziehen. Frieda’s Freude darüber hielt sich eher in Grenzen.

Baby und Hund Sie fing irgendwann an zu knurren, wenn er in ihre Nähe kam. ‚Nerviges kleines Ding‘ könnte einer ihrer Gedankengänge gewesen sein…Wir waren darüber sehr traurig und ratlos zugleich. Unser Stammtierarzt vermutet bei Friedi einen zu hohen Testosteronwert, der in einer bestimmten Höhe aggressiv macht. Man muss sich einfach einen Menschen vorstellen, der immer Lust hat, dies nicht ausleben kann, deswegen frustriert und aggressiv ist. Es gibt keine Garantie dies durch eine Schwangerschaft oder Sterilisation zu ‚heilen‘. So viel zur medizinischen Seite.

Mittlerweile besteht eine Art ‚Hassliebe‘ zwischen den Beiden. Frieda freut sich immer riesig, wenn der Babymann zur Tür hereinkommt. Küsschen werden verteilt und Freudensprünge werden gemacht. Wenn er allerdings zu ihr geht und sie streicheln will, geht das große Knurren wieder los und Frieda sucht das Weite. Thorin ist aber auch nicht immer ganz so nett zu ihr, wenn man nicht aufpasst. Er zog ihr am Fell und fand es extrem amüsant. Das wird immer sofort unterbunden und ihm wird erklärt, dass man immer lieb zu ihr sein muss. Er scheint es verstanden zu haben, weil er sie jetzt nur noch kuscheln will. Wir sind aber stets dabei, um zu erklären und unschönen Situationen aus dem Weg zu gehen.

So haben wir uns alle aufeinander eingespielt und meistern unseren Alltag. Wir gehen zusammen mit Frieda raus, Thorin füttert sie heimlich mit dem Essen, welches er ablehnt, ihr Wassernapf ist sein großes Hobby und Frieda ist immer in seiner Nähe. Neben Friedi halten wir zusätzlich noch zwei Schlangen bei uns zu Hause. Die beiden Kornnatter-Herren Ernie und Herbert. Thorin findet sie höchst Hund und Schlange interessant und beobachtet sie täglich. Wenn Papa eine von Beiden mal rausholt und kommt der Babymann gar nicht mehr aus dem ‚Oh‘ und ‚da‘ raus. Viel mehr kann man dazu nicht schreiben, fürchte ich.

So sieht unser Leben mit Kind und (Haus-)Tieren aus und ich hoffe, dass ich einen relativ interessanten Blogpost beitragen konnte. Vielen lieben Dank an Toni, dass ich mitmachen durfte!

Liebe Grüße Tori

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