GB Wochenbettfragebogen: Weniger (Besuch) ist mehr

Hallo ihr Lieben! Heute heißt es noch einmal #wochenbettwednesday – die wundervoll inspirierende Wiebke (alias Piepmadame/Instagram) hat den Bogen ausgefüllt und berichtet von ihren ersten Momenten mit ihrer Tochter und was sie bei ihrem zweiten Kind anders machen will. Viele von euch kennen und schätzen sie dafür, dass sie uns mit in ihre Reisen zum Unerzogenen (=frei von Erziehung) Leben nimmt. Vielen Dank liebe Wiebke, dass du mitgewirkt hast! Ihren Blog findet ihr hier. Bei diesen Gastbeiträgen habt ihr natürlich die Möglichkeit, Fragen in den Kommentaren direkt an die jeweilige Mama zu stellen! Die Beiträge wurden von mir nicht (nach)bearbeitet. Die Posttitel werden gemeinsam gefunden.

1. Stell dich den LeserInnen bitte kurz vor!

Ich bin Wiebke, 33 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und meiner 2,5 Jahre alten Tochter (der Piepmadame) in Wien. Auf Instagram teile ich unseren Alltag und zeige (kläre auf, erläuter, bringe bei…) wie wir ohne Erziehung zusammenleben. Kinder werden in meinen Augen zu wenig respektiert und nur nach den Wünschen und Vorstellungen von uns Erwachsenen geformt – dabei sind eigentlich WIR diejenigen, die von den Kindern lernen sollten. Kinder sind die besseren Menschen, behandeln wir sie auch so.

2. Woher stammst du/deine Familie? (Herkunft, Kulturkreis)

Ich bin in Deutschland geboren und dort auch aufgewachsen – ganz „normal“ würde ich sagen 😀

3. Bist du religiös geprägt? Wenn ja, wie?

Nein, nicht besonders. Ich würde schon sagen, dass ich gläubig bin und mir mein Glaube mittlerweile auch sehr wichtig ist – diese Ansicht hat sich bei mir aber erst mit dem Heranwachsen gebildet. Meine Eltern haben uns nicht religiös aufgezogen.

4. Von deiner wievielten Geburt berichtest du? Waren es Mehrlinge?

Ich habe bis jetzt nur eine Tocher geboren.

5. Spontangeburt oder Kaiserschnitt? Wo wurde dein Kind geboren (Krankenhaus, Geburtshaus, zu Hause)?

Spontan, nach Blasensprung, im Privatspital.

6. Wie waren vor der Geburt deine Vorstellungen vom Wochenbett? Gab es überhaupt welche?

Meine Schwiegermutter hat viel von „der Ruhe“ die wir uns dann nehmen sollen erzählt. Ich hab in einigen Blogs darüber gelesen, dass das Ankommen und die Zeit als Familie so enorm wichtig sein soll. Hatte aber keine wirkliche Vorstellung…

7. Gibt es in deinem Herkunftsland/deiner Religion dir bekannte Wochenbetttraditionen? Wie sehen sie aus?

Nein.

8.Wurde in deiner Familie über diese Zeit vor der Geburt gesprochen? Wurden Erfahrungen geteilt?

Wie eben angesprochen, hatte meine Schwiegermutter da den meisten Einfluss. Sie ist da auch ein bisschen spirituell (was ich vollkommen positiv meine!) angehaucht und hat eigentlich als einzige in meinem Umfeld ihre Konzentration nicht nur auf das zu gebärende Kind gelegt – sondern eben auch auf mich, die Mutter.

9. Wie waren deine tatsächlichen Wochenbetterfahrungen? Wie lange hast du es eingehalten?

Mmmh. Ich würde sagen, ich hab es nicht genug eingehalten. Ich hätte uns mehr Ruhe geben sollen. Weniger Besucher. Mehr kuscheln. Ich dachte zu dieser Zeit allerdings, dass ich das eh tun würde – nur im Nachhinein empfinde ich es nicht mehr so. Ich war nach der Geburt so stolz und „aufgeputscht“, ich wollte mein Glück mit allen teilen. Mir ist es tatsächlich schwer gefallen mich an meine eigenen Vorsätze zu halten. Ich würde es beim zweiten Kind anders machen.

10. Welche Dinge haben dich überrascht oder beeindruckt? (Positive und negative Erlebnisse; Körperverfassung, Bindungsentwicklung, Emotionen, Verhalten anderer…)

Ich war (Gottseidank positiv!) überrascht von dem Hormonrausch nach der Geburt. Ich war NIE müde, obwohl ich echt wochenlang höchstens 4 Stunden und die noch nicht mal am Stück geschlafen habe (der Einbruch kam erst nach ca. 6 Monaten). Nur wenn es dunkel wurde, haben mich schon ein paar Ängste heimgesucht (ob ich das alles schaffe…). Ich war von Sekunde 1 an komplett fasziniert von meiner Tochter – auch wenn sie noch ein bisschen komisch zerdrückt ausgesehen hat – und trotzdem war der Gedanke, dass sie jetzt IMMER und FÜR IMMER da ist lange seltsam für mich.

11. Was hättest du dir anders gewünscht? Was würdest du jetzt anders machen?

Ich würde WIRKLICH WIRKLICH WIRKLICH noch mehr runterschrauben. 2 Wochen lang niemanden rein lassen. Nur wir. Und wenn ich denke, jetzt mache ich wenig, noch weniger machen. Die Zeit fliegt (Überraschung 😀 was ganz Neues) und besonders diese ersten magischen Wochen sind SO SCHNELL vorbei…. Hach. Ich werde schon ganz wehmütig, wenn ich diese Zeilen abtippe. Ja, ich würde uns so richtig einigeln und den ganzen Tag nackt im Bett kuscheln.

12. Kannst du deine Wochenbetterfahrungen zu einem älteren Kind vergleichen? Wenn ja, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gab es?

Nein.

piepmadame
Piepmadame & Wiebke | Foto: privat

13. Was möchtest du anderen Mamas sagen, vielleicht sogar zum Thema Wochenbett raten?

Siehe Puntk 11. 😉 Und sucht euch jemanden, der euch Essen kocht/ vorbeibringt und eure Wäsche wäscht.

14. Wie unterscheiden sich die Wochenbetttraditionen/aktuellen Vorstellungen in deinem Land zu denen in Deutschland? (Bei Wohnort außerhalb Deutschlands!)

kein Unterschied D-Ö

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