GB Wochenbettfragebogen: Es braucht gute Hebammen

Hallo ihr Lieben! Es ist #wochenbettwednesday und heute berichtet euch Anna von ihren Wochenbetterfahrungen nach ihrer zweiten Schwangerschaft. Matheo kam durch einen Wunschkaiserschnitt zur Welt – denn auch das bedeutet selbstbestimmte Geburt. Ihre Hebammenerfahrungen bei beiden Geburten könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch lest selbst! Bei diesen Gastbeiträgen habt ihr natürlich die Möglichkeit, Fragen in den Kommentaren direkt an die jeweilige Mama zu stellen! Die Beiträge wurden von mir nicht (nach)bearbeitet. Die Posttitel werden gemeinsam gefunden.

  1. Stell dich bitte kurz vor! 

Ich bin Anna 30 Jahre alt und habe 2 Kinder Milena (7) und Matheo (1)

  1. Woher stammst du? (Herkunft, Kulturkreis) 

Aus Emden in Ostfriesland (Niedersachsen)

  1. Bist du religiös geprägt? Wenn ja, wie? 

Ich bin evangelisch erzogen aber nicht sehr stark an die Kirche gebunden

  1. Um das wievielte Kind geht es? Oder sind es sogar Mehrlinge? 

Um Matheo mein 2. Kind

  1. Hattest du eine Spontangeburt oder einen Kaiserschnitt? Wo wurde dein Kind geboren (Krankenhaus, Geburtshaus, zu Hause)? 

Ich hatte einen geplanten Kaiserschnitt auf meinen Wunsch. Meine 1. Geburt war ein Notkaiserschnitt der mich stark traumatisiert hat und ich wusste das ich mich bei einem Spontangeburt Versuch nicht hätte entspannen können. Der Kaiserschnitt bei Matheo war eine sehr gute Erfahrung. Ich hatte eine tolle Hebamme im Krankenhaus und habe mein Baby sofort auf die Brust bekommen zum bonding. Es lief alles ruhig und entspannt und zu keiner Zeit musste ich mein Baby abgeben. Ich war 4 Tage im Krankenhaus was nach Kaiserschnitt ja normal ist und ich brauchte auch die Schmerzmittel, weil ich da sehr empfindlich bin.

  1. Wie waren deine Erwartungen/Vorstellungen an das Wochenbett? Hast du dich vor der Geburt damit auseinander gesetzt? 

Ich wollte mein Wochenbett in Ruhe genießen und mein Baby ganz in Ruhe kennenlernen. Mein Mann war zu Hause hat 2 Monate Elternzeit genommen. Ich wollte in Ruhe eine Stillbeziehung aufbauen.

  1. Wurde in deiner Familie über das Wochenbett gesprochen? War das vor der Geburt vielleicht mit deiner (Schwieger-)Mutter, Oma, Schwester, Tante, Cousine usw. ein Thema? 

Nein ich habe lediglich gesagt das Besuche nur auf meinen Wunsch stattfinden und nur nach Rücksprache.

  1. Wie waren deine tatsächlichen Wochenbetterfahrungen? 

Leider war mein Wochenbett sehr stressig und nach wenigen Tagen vorbei. Mein Mann hatte eine starke Grippe die mich danach auch erwischt hat. Der Babyblues hat mich sehr stark erwischt und lange auch gedauert und auch das Stillen hat nicht geklappt.

  1. Welche Dinge haben dich überrascht, schockiert, erschreckt? (Positive und negative Erlebnisse)

Ich habe gemerkt das eine gute Hebamme auch beim 2. Kind unersetzlich ist. Mein Mann war und ist mein Fels in der Brandung. Erschreckend war für mich das ich nach und nach immer mehr in mein depressives loch gerutscht bin obwohl ich wusste das die Gefahr besteht.

  1. Wie haben sich die Besuchersituationen gestaltet? (Kennenlernen, „Präsentieren“)

Alle Besucher haben wir im Krankenhaus empfangen und immer nur wenig und kurz. Zu Hause wollten wir keine Besucher die ersten Wochen. Das haben unsere Familien bedingungslos akzeptiert.

  1. Was hättest du dir im Nachhinein anders gewünscht? Was würdest du ändern, wenn du es könntest? Was möchtest du beim nächsten Kind anders machen? 

Ich hätte mir so sehr gewünscht dass das Stillen klappt und war da sehr drauf fixiert. Es fällt mir schwer das loszulassen und zu akzeptieren dass es nicht klappt.  Ich habe meine Familienplanung abgeschlossen.

  1. Kannst du deine Wochenbetterfahrungen zu einem älteren Kind vergleichen? Wenn ja, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gab es? 

Beim 1. Kind war ich das ganze Wochenbett sehr einsam und traurig. Die Hebammen Betreuung war sehr schlecht. Bei beiden Kindern war ich extrem darauf fixiert das ich stillen wollte und konnte das sehr schlecht verarbeiten das es nicht ging. Auch habe ich mich nach dem Notkaiserschnitt leer gefühlt und das ich versagt habe. Mir fehlte das Bonding und auch heute spiegelt es sich in der Beziehung zu meiner Tochter oft wieder das uns etwas fehlt. Die Betreuung auf der Wochenbettstation war sehr schlecht.

Bei meiner 2. Geburt war es komplett anders und das hat mir über vieles hinweg geholfen.

  1. Was möchtest du anderen Mamas sagen, vielleicht sogar zum Thema Wochenbett raten? 

Manchmal muss man einfach loslassen auch wenn es schwer fällt. und wenn man aus dem Babyblues nicht herauskommt unbedingt Hilfe suchen nicht dafür schämen. Sucht euch frühzeitig eine gute Hebamme – es steht und fällt mit einer guten betreuung. Wechselt im Zweifelsfall! Meine Hebamme im Krankenhaus bei Matheo war so lieb und meine Nachsorgehebamme ebenfalls. Sie hat immer den Babyblues im Blick gehabt und meinen Mann danach gefragt.

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