GB Wochenbettfragebogen: Geraubtes Wochenbett

Heute ist Irina (Ihr findet sie hier bei Instagram) von Motherhoodblog.de an der Reihe ihre Erfahrungen zu teilen. Ihr Fragebogen fällt etwas aus dem Rahmen – denn ihr Wochenbett wurde ihr durch die Krankheit ihres Kindes geraubt und fand quasi gar nicht statt. Statt Kuschelzeit und Ruhe wurde ihre Familie von Angst und Sorgen geplagt. Bei diesen Gastbeiträgen habt ihr natürlich die Möglichkeit, Fragen in den Kommentaren direkt an die jeweilige Mama zu stellen! Die Beiträge wurden von mir nicht (nach)bearbeitet. Die Posttitel werden gemeinsam gefunden.
 
1. Stell dich bitte kurz vor!
 
Hi, ich bin die Massa von Motherhoodblog.de. Eigentlich heiße ich Irina, bin 31 Jahre alt und Mama von zwei Kindern (1 und 2 Jahre alt)
2. Woher stammst du? (Herkunft, Kulturkreis)
 
ich bin deutsche.
3. Bist du religiös geprägt? Wenn ja, wie?
 
Ich wurde katholisch erzogen und habe einen evangelischen Pfarrerssohn geheiratet. Wir sind sehr gläubig.
4. Um das wievielte Kind geht es? Oder sind es sogar Mehrlinge?
 
Mein Zweites Kind, Vincent wurde im Oktober 2015 geboren.
5. Hattest du eine Spontangeburt oder einen Kaiserschnitt? Wo wurde dein Kind geboren (Krankenhaus, Geburtshaus, zu Hause)?
 
Mein Sohn kam, wie schon seine Schwester 2014, im Krankenhaus spontan zur Welt. Es ist unsere Stadtklinik ohne eigene Kinderklinik.
6. Wie waren deine Erwartungen/Vorstellungen an das Wochenbett? Hast du dich vor der Geburt damit auseinander gesetzt?
 
Nicht großartig viel. Ich wusste, dass ab Tag drei die Hormone manchmal völlig verrücktspielen können und das manche Mamis da sogar in ein tiefes Loch fallen können. Auch war ich auf die wochenlangen Lochien und die Nachwehen bis ein Tag nach der Geburt vorbereitet. Meine Erwartungen waren nicht sonderlich groß. Ich wollte schnell aus dem Krankenhaus raus, da meine 14Monate alte Tochter auf mich wartet. Der Plan war: viel kuscheln, es langsam angehen und die Zeit intensiv genießen. Wie schon bei Kind 1.
 
7. Wurde in deiner Familie über das Wochenbett gesprochen? War das vor der Geburt vielleicht mit deiner (Schwieger-)Mutter, Oma, Schwester, Tante, Cousine usw. ein Thema?
 
Meine Schwiegermutter „warnte“ mich vor dem besagten dritten Tag postpartum:“ Da wirst Du viel weinen müssen“.
8. Wie waren deine tatsächlichen Wochenbetterfahrungen?
 
Keine Depression. Kein Weinen. Es waren drei wunderschöne Wochen, wir sind sogar zu meiner Familie in den Schwarzwald gefahren und wollten es uns richtig gut gehen lassen. Doch dann kam alles anders. Mein Sohn wurde sehr krank. Übergab sich ständig und eine Irrfahrt an Krankenhausbesuchen folgte. Bis wir nach 1 Woche die Diagnose Pylorusstenose hatten. Es dauerte dann nochmal 5 Tage Intensivstation bis er so stabil war, dass er die geplante Operation und die Narkose überleben würde.
9. Welche Dinge haben dich überrascht, schockiert, erschreckt? (Positive und negative Erlebnisse)
Ich war positiv überrascht wie „lieb“ beide Kinder waren. Sie schliefen viel und tranken gut. Ida nahm ihren Bruder gut an. Die Nachwehen waren ein ganzen stück schlimmer als bei Kind1 und ich dachte kurz: ich bekomm noch eins.
10. Wie haben sich die Besuchersituationen gestaltet? (Kennenlernen, „Präsentieren“)
 
Am Tag nach der Geburt kam mein Mann mit Ida zu Besuch. Dann der Rest der Familie bis abends um acht Uhr war immer einer da. (mein Mann hat 9 Geschwister) Es war sehr anstrengend, aber ich wollte niemand vor den Kopf stoßen. Trotzdem habe ich die jeweiligen Freundinnen der Kids „ausgeladen“ Dies traf auf Unverständnis und Boshaftigkeit. Mir war das ziemlich Latte.
11. Was hättest du dir im Nachhinein anders gewünscht? Was würdest du ändern, wenn du es könntest? Was möchtest du beim nächsten Kind anders machen?
 
Ich würde tatsächlich alles immer wieder genauso machen. Den Familienbesuch noch im Krankenhaus „abarbeiten“ und dann zu Hause völlige Ruhe. Nur Mama, Papa, Kinder. Den Haushalt hat die Putzfee geschmissen.
 
12. Kannst du deine Wochenbetterfahrungen zu einem älteren Kind vergleichen? Wenn ja, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gab es?
 
Diese habe ich jeweils mitbeschrieben.
13. Was möchtest du anderen Mamas sagen, vielleicht sogar zum Thema Wochenbett raten?
Ich rate anderen immer ungern was, denn alle Mamas sind genauso verschieden, wie auch unsere Kinder. Man muss immer individuell entscheiden. Daher allgemein: Hört auf Euren Bauch und tut nur das, was Euch gut tut. Dann geht’s auch den Kindern gut.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s