GB Wochenbettfragebogen: Besondere Schonung beim zweiten Kind

Es ist Mittwoch, das bedeutet hier #wochenbettwednesday mit dem #wochenbettfragebogen . Heute ist Orsolya dran: Sie ist Mama von zwei zauberhaften Kindern. Wir begleiten einander nun schon einige Zeit, da wir seit der Schwangerschaft im selben Bus saßen. Sie berichtet von der Zeit auf ihrem Wochensofa nach einer zweiten Entbindung. Viel Freude beim Lesen!
Bei diesen Gastbeiträgen habt ihr natürlich die Möglichkeit, Fragen in den Kommentaren direkt an die jeweilige Mama zu stellen! Die Beiträge wurden von mir nicht (nach)bearbeitet. Die Posttitel werden gemeinsam gefunden.
1. Stell dich den LeserInnen bitte kurz vor!
Mein Name ist Orsolya, ich bin 28 Jahre alt und wohne mit meinem Mann und unseren beiden Kindern (Emilia, 05/14 und Vincent, 02/16) in Hannover. Ich bin noch bis zum 3. Geburtstag meines zweiten Kindes in Elternzeit und meistere den trubeligen Wochenalltag hauptsächlich alleine mit beiden Kindern, da unsere Tochter erst nach   dem 3. Geburtstag fremdbetreut werden soll.

2. Woher stammst du/deine Familie? (Herkunft, Kulturkreis)

Ich wurde schon in Deutschland geboren, meine Eltern kommen aber beide aus Ungarn und somit lebt außer meinen Eltern meine ganze Herkunftsfamilie weit von uns weg. Meine Familienmitglieder sind Katholiken, aber eher nur auf Papier.
3. Bist du religiös geprägt? Wenn ja, wie?
Ich und meine Geschwister wurden katholisch getauft und in der Schule waren wir deswegen im Religionsunterricht, aber das war es schon. Konfirmiert sind wir nicht und im Alltag spielte Religion nie eine große Rolle. Ich bin mittlerweile seit einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten und unsere Kinder bleiben ungetauft.
4. Von deiner wievielten Geburt berichtest du? Waren es Mehrlinge?
Ich möchte gerne von meiner zweiten Geburt (Vincent) berichten und zum Glück war es nur ein Kind 😉
 
5. Spontangeburt oder Kaiserschnitt? Wo wurde dein Kind geboren (Krankenhaus, Geburtshaus, zu Hause)?
Mein Kind kam 11 Tage nach Termin nach Einleitung in einem Krankenhaus spontan zur Welt. Seine große Schwester wurde schon dort (ebenfalls nach Einleitung) geboren und ich war sehr zufrieden mit dem Geburtserlebnis und wollte deswegen nochmal dort entbinden.
 
6. Wie waren vor der Geburt deine Vorstellungen vom Wochenbett? Gab es überhaupt welche?
Eigentlich habe ich mir keine großen Vorstellungen gemacht.  Viel vorbereitet wurde auch nicht. Ich wusste nur, dass ich im Krankenhaus selbst keinen Besuch empfangen wollte (außer meinem Mann natürlich), falls ich einige Tage dortbleiben hätte müssen.
Ich wusste dass ich auf jeden Fall eine Hebamme haben wollte, auch wenn es schon das 2. Kind ist. Eine gute Hebamme ist Gold wert! Und ich hatte diesmal das Glück von der genau der gleichen Hebamme betreut zu werden wie nach meiner ersten Geburt.

 

7. Gibt es in deinem Herkunftsland/deiner Religion dir bekannte Wochenbetttraditionen? Wie sehen sie aus?

Soviel ich weiß gibt es keine speziellen Traditionen, zumindest haben meine Eltern nichts davon erzählt.
 
8. Wurde in deiner Familie über diese Zeit vor der Geburt gesprochen? Wurden Erfahrungen geteilt?
Nein wir haben nicht intensiv darüber gesprochen. Ich wusste dass meine Mutter Stillschwierigkeiten mit mir hatte und meine Geschwister hat sie vermutlich gar nicht mehr probiert zu stillen (oder nur sehr kurz).  Das war vor der Geburt meine einzige Angst (und dass ich hoffentlich nie einen KS erleben darf), dass ich nicht stillen kann.
 
9. Wie waren deine tatsächlichen Wochenbetterfahrungen? Wie lange hast du es eingehalten?
Im Grunde war es bei mir ein Wochensofa. 😉 Die ersten Tage habe ich im Grunde nur gelegen, mal kurz am PC gesessen, gekuschelt und gestillt. Mein Mann hatte zwei Monate Elternzeit nach der Geburt genommen und hat sich um Haushalt und die große Schwester gekümmert. Ich war 6 Tage nach der Geburt das erste Mal draußen spazieren,  das war im Nachhinein doch etwas zu früh bzw. die Strecke zu lang (30 Minuten hin und 30 zurück), da es im Bauchbereich unangenehm wurde. Danach habe ich erstmal nur kürzere Wege zurückgelegt.
 
10. Welche Dinge haben dich überrascht oder beeindruckt? (Positive und negative Erlebnisse; Körperverfassung, Bindungsentwicklung, Emotionen, Verhalten anderer…)
Ich war überrascht dass meine Verletzung am Damm (Dammriss 2. Grades genau an der Stelle wo ich bei der 1. Geburt geschnitten worden bin) viel schneller verheilt ist als damals der Schnitt. Ansonsten war ich nochmal überrascht wie stark und langanhaltend (und damit nervig 😉 )der Wochenfluss sein kann (hatte ich schon längst wieder vergessen). 
Und ich war auch überrascht wie schnell der Körper umschaltet von „schwanger“ zu „unschwanger“ und man das alte Körpergefühl (und den Babybauch) vergisst.
11. Was hättest du dir anders gewünscht? Was würdest du jetzt anders machen?
Ich würde nichts anders machen, da ich die Zeit bei beiden Kindern intensiv mit Stillen und Kuscheln genossen habe während mein Partner sich liebevoll um den Rest gekümmert hat.
 
12. Kannst du deine Wochenbetterfahrungen zu einem älteren Kind vergleichen? Wenn ja, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gab es?
Bei beiden Kindern lief das Stillen von Anfang an problemlos und bei beiden Kindern bildete sich alles schnell zurück. Im Gegensatz zu der großen Schwester bekam Vincent keinen Schnuller mit 3 Wochen und wir haben ihn bis jetzt auch nicht wirklich vermisst. Ansonsten verlief das Wochenbett sehr ähnlich, bis auf dass wir beim zweiten Mal nach 2 Wochen alle stark erkältet waren und dies leider die schönen Erfahrungen etwas getrübt hat.
13. Was möchtest du anderen Mamas sagen, vielleicht sogar zum Thema Wochenbett raten?
Diese magische Zeit kommt nie wieder, genießt sie deshalb so gut es geht. Sie ist viel wichtiger als man so denkt.  Informiert euch vorher über das Stillen (welche Fehler man z.B. vermeiden sollte, die häufigsten Irrtümer) und sucht euch bei Problemen eine kompetente Stillberatung (leider sind Hebammen nicht immer die besten Ansprechpartner). Für den Haushalt sollte nur euer Partner zuständig sein und eure einzige Aufgabe sollte stillen und kuscheln sein. Und nicht vergessen ganz viele Fotos zu machen. 😉

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