Interview mit Trageberatern + Verlosung Trageberatung

 
Seit meinem Blogpost zum Thema Unser Tragebaby (Klick), in welchem ich auch von meiner Erfahrung mit einer Trageberatung berichtet habe, wurde ich gefragt, wieso man denn eine professionelle Beratung machen solle. Im Netz und bei Bekannten könne man sich doch auch informieren. Und das stimmt: Heutzutage kann man Informationen von vielen verschiedenen Menschen über verschiedene Medien erhalten. Das habe ich natürlich auch getan und trotzdem nicht von einer professionellen Beratung abgesehen, weil sie eben genau das ist: Professionell. Heißt: Es gibt Menschen mit bestimmtem Background an Wissen und Erfahrung, die dazu noch eine Funktion als Berater haben und so anderen helfen möchten die optimale Lösung für sich selbst finden zu können. Natürlich hat das auch seinen Preis: Es kostet nicht nur Zeit, sondern sehen sich solche Berater ebenso der Verpflichtung gegenüber sich ständig weiterzubilden, Material anzuschaffen, Termine vor- und eventuell nachzubereiten, Termine zu organisieren und eine solide Grundausbildung vorzuweisen. Wer genaueres über das Thema Wert einer Beratung (Klick) erfahren möchte, kann sich ebenda belesen.
Heute möchte ich euch das geführte Interview mit den Trageberatern Anja und Markus Pohl zugänglich machen, die einige grundlegende Dinge zum Thema Tragen erörtern und sich auch zu mitunter polarisierenden Themen geäußert haben. Ich möchte den beiden hier nochmal für die Bereitschaft, Zeit und Geduld (denn natürlich war Greta dabei, die ab und zu Pausen einforderte) und vor allem ihre aufrichtigen, authentischen Antworten bedanken. Das Interview ist ein sehr, sehr langes Gespräch geworden. Aber ich denke, dass es sich für euch sehr lohnt bis zum Ende zu lesen – vor allem, wenn ihr selbst an einer Beratung interessiert seid! Denn in Zusammenarbeit mit dem Nestchen Halle (Klick) darf ich einen Gutschein für eine Trageberatung unter meinen LeserInnen verlosen! Näheres dazu findet ihr am Ende des Gesprächs – und nun geht´s schon los!
Anja Pohl (39, Sozialpädagogin) und Markus Pohl (44, Computerfachmann) sind Trageberater und
Anja (Mitte) und Markus Pohl (rechts)

betreiben seit Dezember 2015 das „Nestchen“ in  Halle (Saale). Zusammen hat das Ehepaar drei gemeinsame Kinder und widmet sich voller Herzblut ihrem „Baby“ dem Fachgeschäft für Tragebedarf und -zubehör, Stoffwindeln und nachhaltigem, in Deutschland produziertem Spielzeug. Ich selbst habe dort gemeinsam mit meinem Partner eine wundervolle Trageberatung erhalten und wollte von den beiden etwas mehr über ihre Arbeit wissen. Denn wenn ich im Gespräch über das wundervolle Thema „Tragen“ mit anderen (werdenden) Eltern war, wurde ich oft gefragt, warum ich denn extra zu einer Trageberatung gegangen bin und ob sich das wirklich lohnen würde. Nun haben wir uns gemütlich zusammengesetzt und die beiden Trageberater haben für euch auf meine Fragen geantwortet

Frage: Ihr seid beide ausgebildete Trageberater – Was genau bedeutet das?
 
Anja: Der Begriff „Trageberater“ ist nicht geschützt. Ich hab vor acht Jahren eine Ausbildung zur Trageberaterin gemacht bei der Trageschule NRW. Da gibt es diese Art der Zertifizierung nicht. Es gibt die Möglichkeit einen Grund- und Fortgeschrittenenkurs zu machen. Die habe ich beide belegt. Seitdem bilde ich selbstverständlich beständig fort. Ich besuche beispielsweise die Tragetage in Dresden regelmäßig, um dort Schulungen zu belegen. Es gibt andere Trageschulen, die ein anderes Konzept haben und eine andere Art der Ausbildung fahren.
Markus: Genau, ich habe, als wir beschlossen haben das Nestchen zu gründen, beschlossen auch eine Ausbildung zu machen. Dementsprechend habe ich bei der Trageschule Hamburg die Ausbildung gemacht. Die Prüfung für das Zertifikat dort habe ich nicht abgelegt.
Anja: Hinzu kommen natürlich unsere eigenen Trageerfahrungen. Mir ist aber wichtig, auch in allen anderen Dingen die ich mache, eine fundierte Grundlage zu haben. Auch um von Leuten zu lernen, die da einen weitaus größeren Erfahrungs- und Wissensschatz haben. Sodass man nicht mit diesem gefährlichen privaten Halbwissen an solche Dinge heran geht. Das ist meiner Meinung nach auch oft das Problem, was beispielsweise im Netz kursiert: Das sind Menschen die dann ein privates Wissen haben, was auch nicht in Abrede zu stellen ist! Aber eben auch oft dieses Halbwissen verbreiten und darin oft sehr absolut, dogmatisch und teilweise bevormunden sind. Das ist genau das, wo wir nicht hinwollten. Deswegen fand ich es auch sehr gut, dass wir das in unterschiedlichen Trageschulen gemacht haben.
Markus: Genau da waren unterschiedliche Schwerpunkte und auch manchmal unterschiedliche Bindeweisen und Kleinigkeiten. Da kann man dann sagen „Das find ich gut und das kann ich übernehmen.“
Anja: Ja es hat sich auch einfach weiterentwickelt, wie gesagt bei mir ist die ursprüngliche Ausbildung fast neun Jahre her.
Frage: Markus, du bist ja ein Mann – ist das nicht recht ungewöhnlich? Man sieht zwar immer mehr Männer tragen, aber ich habe noch nicht von vielen männlichen Beratern gehört. 
Markus: (lacht) Ja, das bin ich. Bei der Ausbildung haben sie sich auch gefreut und haben sich gedacht „Oh ein Mann!“. Das ist offensichtlich nicht so häufig, das ist richtig. Ich denke auch das ist recht ungewöhnlich, dass ein Mann als Trageberater arbeitet. Im Laden habe ich auch ein oder zweimal gehört „Oh mit einem Mann hier hätte ich jetzt aber nicht gerechnet in so einem Laden.“. Aber ansonsten kriege ich kein negatives Feedback. Ich glaube wenn man kompetent ist, spielt das keine Rolle, ob ich eine Frau bin oder einen Mann. Spätestens bei unserem Gespräch kriegen sie ja mit, dass ich weiß wovon ich spreche. Dann ist das egal. Sicherlich habe ich auch einen anderen Blickwinkel. Ich sehe halt eher, wenn der Mann bei der Frage „Tuch oder Hilfe?“ das Gesicht einschläft und ich weiß „Okay wir konzentrieren uns auf Tragehilfen.“ Ich fühle mich wirklich wohl damit und es macht mir großen Spaß.
Frage: Was ist eure Intention, warum man überhaupt tragen soll? Viele, die noch keine Berührung mit dem Thema hatten, schieben es ja in die Ökoecke.
 
Anja: Dann ist die erste Frage, die ich stelle: „Seit wann gibt es denn Kinderwagen?“ Dann schläft erstmal das Gesicht ein und es wird nachgedacht. Richtig modern wurde der Kinderwagen ungefähr 1890 durch die englische Königin. Dann nahm der Wagen so Stück für Stück Einzug. Wenn man dann deutlich macht, dass Tragen keine Erfindung der Ökoszene ist, sondern etwas absolut natürliches ist, was Menschen schon immer gemacht haben. Wenn man evolutionär schaut, sieht man auch, dass wir immer in Bewegung waren und es notwendig war unsere Kinder immer bei uns zu haben. Wir empfinden das als natürlich und als unheimlich praktisch und schön.
Markus: Menschen sind einfach Traglinge, schon allein vom Körperbau her. Wenn ich mir ein Baby angucke, muss es eigentlich getragen werden. Eigentlich hat man keine andere Wahl, weil letztendlich ein Kind eben drei bestimmte Dinge braucht: Das ist einmal einen runden Rücken, weil wir noch keine normale S-förmige Wirbelsäule als Babys haben; du brauchst diese „Anhockspreizhaltung“, um deine Hüften ordentlich reifen lassen zu können und du brauchst den Körperkontakt. Und diese drei Sachen hast du einfach mit einer vernünftigen Tragehilfe oder einem Tragetuch. Also wüsste ich nicht, was gegen das Tragen sprechen könnte, denn offensichtlich ist nun mal dass das natürliche. Das ist eben nicht erst seit den sechziger Jahren sondern seit den letzten Millionen Jahren. Das ist sozusagen der Standard.
Frage: Also kann man auch sofort nach der Geburt los tragen?
 
Anja: Ja, man muss natürlich immer gucken wie geht es der Frau und wer trägt das Kind. Das Wochenbett heißt nicht umsonst WochenBETT und sollte eine Zeit sein, die man wirklich gemeinsam im Bett verbringt, um sich kennenzulernen und Zeit miteinander zu verbringen. Denn ein Baby kommt ja schon mit so vielen Kompetenzen und Dingen auf die Welt, um sich aneinander zu gewöhnen und einzuspielen. Und sicher kann auch eine Geburt so anstrengend sein, dass es nicht sinnvoll wäre, als frisch gebackene Mama jetzt sofort zu tragen. Von dem was ein Kind mitbringt, da spricht nichts dagegen. Da gibt es ja Papas und Omas beispielsweise, die tragen können.
Markus: Ja auch Frühchen tragen ist beispielsweise sehr hilfreich, weil ich eben diesen ständigen Körperkontakt habe.
Anja: Was auch nachweislich dazu führt, dass die Kinder besser reifen. Dieser Körperkontakt und das Känguruhprinzip haben unglaublich positive Auswirkungen und sind elementar wichtig für eine gesunde körperliche und Hirnreifung.
Markus: Und wenn wir von sehr kleinen Kindern oder eben Frühchen reden, gibt es auch spezielle Tücher, die schmaler geschnitten sind und weniger Stoff haben. Da muss man einfach noch ein bisschen anpassen. Aber generell ist Tragen eben das non plus Ultra.
Frage: Wenn ich das jetzt auf eigene Faust lerne und vielleicht ein Tuch nicht richtig binde oder z.B. mit Blick nach vorne trage – ist das wirklich schädlich? Oder gilt „Falsch getragen ist immer noch besser als gar nicht getragen“?
 
Markus: Da scheiden sich die Geister. Das ist diese Standarddiskussion, die du überall hast. Die einen sagen „Das geht überhaupt nicht“ und da müsse man am besten gleich einschreiten und auf der anderen Seite wird von vielen gesagt „Hauptsache tragen“. Da geht das dann nicht mehr nur um die Hüftreifung usw. sondern um die Bindungshormone, und wenn ich eher auf der Schiene bin, dann ist halt wichtig „Hauptsache tragen“. Dann wird auch nicht optimal tragen egal, denn ich trage ja überhaupt. Wenn ich durch die Stadt gehe und sehe da einen stolzen Papa da mit seinem Baby in einer Trage mit einem drei Zentimeter breiten Steg und das Kind guckt nach vorne, da kräuseln sich mir natürlich die Fußnägel. Aber ich werde einen Teufel tun und hingehen und sagen: „Hast du noch alle Latten am Zaun?“ – natürlich werde ich das nicht machen. Er ist ein stolzer Papi, der trägt und sich freut, dass er sein Kind am Bauch hängen hat und präsentiert sein Kind und ist der Meinung er macht es richtig. Ich meine, wir haben am Anfang auch viele Sachen nicht perfekt gemacht. Ich meine du merkst es ganz täglich wenn du deine Kinder erziehst, dass das was du vor acht Jahren gemacht hast heute nicht mehr optimal klingt. Damals warst du fest davon überzeugt, dass das was du da machst richtig ist. Klar habe ich jetzt mehr Hintergrundwissen und weiß „Das ist nicht so gut und das ist nicht so gut und das kann man vielleicht auch noch ändern.“ Aber: Hauptsache tragen ist erstmal nicht unwichtig.
Anja: Meine Einstellung ist auch so: Ich gehe davon aus, dass grundsätzlich niemand seinem Kind Schaden zufügen möchte und genau dieser Aspekt ist es. Diese Fülle an Informationen die heutzutage auf Eltern einströmt, damit ist man schnell und dermaßen überfordert. Und möglicherweise gerät man dann an Dinge, oder bekommt sie geschenkt, wofür man auch dankbar ist, da es oft viel Geld kostet. Man hat dieses grundsätzliche Vertrauen in Babyprodukte, dass diese den Kindern gut tun. Auf der anderen Seite muss man auch sagen, es gibt meines Wissens nach keine einzige Studie, die in irgendeiner Art und Weise belegt, dass das Tragen in bestimmten Hilfen oder das Tragen nach vorne dem Kind jetzt massive Schäden zufügt. Man kann sich natürlich aus verschiedenen Aspekten heraus denken, dass es vielleicht nicht unbedingt förderlich und nicht gesund ist. Und dass das Tragen nach vorne möglicherweise dazu führt, dass die Kinder einer starken Reizüberflutung ausgesetzt sind und sich das abends dann auch in vermehrten Äußerungen in Form von Weinen usw. darlegt. Aber es gibt keine Studie – und es wird auch keine Studie dahingehend geben, weil das absolut  unethisch wäre. Doch anhand dessen was ein Kind mitbringt von seinem Körperbau und Bedürfnissen her, kann man sich doch erschließen, dass es wohl nicht optimal ist.
Frage: Was für Kunden habt ihr? Was für Menschen finden den Weg zu euch?
 
Markus: Insgesamt ist es querbeet. Also 80% sind Frauen und ab und zu kommt auch mal ein Mann her, der von seiner Frau hergeschickt wurde. (lacht) Erst gestern war einer da, der von seiner Frau geschickt wurde, um einen Wickelmax zu kaufen. Er hatte wahrscheinlich keine Ahnung aber hat einen Wickelmax gekauft.
Erklärung eines Ring Slings

 

Anja: Viele Schwangere kommen inzwischen auch, um sich vorab zu informieren was es denn so gibt.
Markus: Viele die gerade frisch entbunden haben, die freundlicherweise direkt von den Hebammen und Geburtshäusern hergeschickt werden. Das finde ich sehr schön und wir freuen uns sehr darüber und finden es auch gut. Denn in der Hebammenausbildung ist das Tragen kein fester Bestandteil.
Anja: Wir haben auch viele Wiederholungstäter, die regelmäßig vorbei kommen. Das ist auch sehr schön und darüber freuen wir uns sehr.
Markus: Genau, es waren welche hier mit ihrem drei Wochen jungen Baby und kommen ein paar Monate später, um sich Spielzeug zu kaufen oder einen Ring Sling – also einen Zweitwagen. Immer mehr Leute kommen, um ein Geschenk zu kaufen. Man sieht den Leuten ja nicht an, was sie beruflich tun, aber man kann sagen es ist wirklich querbeet und die Herkunft spielt keine Rolle.
Anja: Wir haben Kunden die sich mal locker ein Tuch und eine Jacke kaufen und vielleicht ein Spielzeug dazu und du hast natürlich auch Kunden, die ein begrenztes Budget haben. Aber ansonsten kann man sagen, dass es eine breite Schicht an Leuten ist. Das typische Klischee das vielleicht angesprochen wird, aber es kommen auch andere Leute.
Frage: Kommen auch Leute, die bereits Erfahrungen haben?
 
Markus: Ja, es kommen auch Leute die sagen: „Ich hab die und die Trage“ oder „Ich hab schon ein Tuch, möchte aber noch ein anderes.“ Was immer öfter kommt, ist das Anliegen: „Ich hab von meiner Freundin die Trage bekommen, fühle mich damit aber nicht so wohl.“ Und dann kriegen sie eben eine Beratung – meine Frau sagt  immer „Es ist wie Schuhe kaufen, das muss man anprobieren!“ und das ist tatsächlich so. Wenn teilweise zwei, drei Frauen in Grüppchen reinkommen, die alle eine Trage haben wollen, dann gehen sie ganz oft alle mit einer anderen Trage wieder raus. Manchmal ziept es da, manchmal gefällt dieses spezielle Design und es sind eben alle unterschiedlich.
Frage: Wenn es wie beim Schuhe kaufen ist, ist es dann ganz besonders wichtig vor Ort zu probieren? Reicht es also nicht, sich zum Beispiel im Internet zu belesen und dort zu bestellen?
 
Markus: Wir haben ganz bewusst darauf verzichtet einen Online Shop aufzumachen. Wir gehen davon aus, dass bei Onlinebestellungen 70-80% zurückkommen, einfach weil es nicht perfekt passt. Das möchten wir vermeiden, uns ist es lieber unsere Kunden kommen hierher. Natürlich habe ich dadurch deutlich weniger Kunden, als wenn ich es online machen würde. Aber die Kunden die herkommen, die gehen wenigstens zufrieden wieder raus. Das heißt ich habe den Kundenkontakt und ich fühle mich selber gut, da ich sie gut beraten habe (oder so gut wie ich konnte). Sie gehen mit der Trage nach Hause, die für sie wichtig ist. Da müssen sie sich natürlich auch die Stunde Zeit nehmen hier, aber das machen sie auch gerne. Dann probieren wir alle Tragen durch, das dauert aber dafür müssen die Kunden nicht fünf Mal Sachen zurück schicken, sondern haben gleich die, die sie brauchen.
Anja: Manchmal kommen auch Eltern mit einer klaren Vorstellung, weil sie sich eben vorab informiert haben und sagen in welche Richtung sie möchten. Ich bin da bei meinen Beratungen ohne Fokussierung und ganz objektiv und zeige die jeweiligen Vor- und Nachteile auf. Wir werden ganz oft gefragt welche Trage die beste sei oder welche wir empfehlen. Wo ich dann immer sage, dass ich vom Grund her eine Tuchtante bin, das heißt aber nicht, dass es das Beste ist oder es das Optimale gibt, sondern „Ihr seid hier, probiert aus und schaut was für euch am optimalsten passt.“
Markus: Also ich bin ja nicht die Tuchtante. (lacht) Bei Kerlen muss es generell schnell gehen, das ist einfach so. Männer mögen es wenn’s einfach ist und unkompliziert funktioniert. Und ein Tuch ist nun mal das, was weder einfach noch unkompliziert ist. Selbst wenn ich ein Tuch mittlerweile tausend Mal gebunden habe und das fix hinkriege, dauert es natürlich deutlich länger als eine Trage. Ich nehme, wenn ich die Wahl habe, lieber die Trage als das Tuch. Aber unseren Zwerg habe ich auch ganz oft im Tuch getragen.
Frage: Wie gestaltet sich eine professionelle Trageberatung?
 
Anja: Also da muss man unterscheiden: Ich biete explizit diese Beratungen an, bei denen wir auch in diesem geschützten Bereich im Laden sind und mir die Zeit nehme. Mir ist wichtig, dass ich vorab ein paar grundlegende Informationen gebe  zu den Themen: Anatomie der Kinder, was Kinder von Natur mitbringen. Ich vermeide Begriffe wie richtig und falsch und mache auf Bequemlichkeit, Bedürfnisse und Voraussetzungen aufmerksam. Dann frag ich natürlich was die Eltern möchten, wofür es gebraucht wird und wer hauptsächlich trägt und je nachdem, was ich da für Antworten bekomme, passe ich die Beratung dementsprechend an. Wenn jemand sagt, dass er sich das mit dem Tuch nicht vorstellt, ist das nicht schlimm und das sage ich auch gleich. Das Tuch ist zwar am optimalsten anpassbar, aber es ist nicht das optimale.
Die Beratungen finden im geschützten Bereich statt – meistens jedenfalls 😉

 

Markus: Ich kann auch mit einem Tuch schlecht tragen, wenn ich es schlecht binde. Ganz wichtig: Diese Trageberatungen gehen nicht im Vorbei gehen, dafür muss man auf jeden Fall einen Termin vereinbaren, denn sie dauert anderthalb/zwei Stunden. Das geht nicht im normalen Ladenbetrieb, dafür muss vorab ein Termin vereinbar werden. Die Beratung im Laden ist abgespeckter und kürzer. Ich würde vorn im Laden niemanden beizubringen versuchen wie man ein Tuch bindet. Ich kann das gern einmal vormachen, aber das hilft halt nicht. Das muss man mehrfach üben, am besten erstmal mit einer Puppe, bis man sich sicher ist. Dafür fehlt im normalen Ladenbetrieb die Zeit. Bei den Tragehilfen geht es deutlich schneller und dafür ist die Zeit dann eher da.
Frage: Worauf legt ihr darüber hinaus bei deinen Beratungen speziell wert?
 
Anja: Einfach eine angenehme Atmosphäre und die Kunden sollen mit einem guten Gefühl rausgehen. Ich habe hier absichtlich keine Uhr. Natürlich muss ich auch wirtschaftlich denken, aber es gibt Beratungen die dauern eine Stunde und manche zwei, das ist dann halt so.
Markus: Genau und keiner soll am Ende das Gefühl haben, einen Haufen Geld rausgeworfen zu haben.
Frage: Was ist, wenn jemand mit speziellem Hersteller- oder Designwunsch kommt und es nicht so recht passen mag? Bestehen Kunden trotzdem auf diese Modelle?
 
Anja: Das habe ich noch nie erlebt.
Markus: Ich hab das auch noch nie erlebt. Kunden merken es am schnellsten, wenn es nicht optimal passt. Generell biete ich immer eine Alternative an, die normalerweise auch anprobiert wird.
Anja: Ich lege speziell bei den Beratungen dann Wert darauf, dass die andere Trage bitte probiert werden soll, damit sich wirklich eine Meinung gebildet werden kann. Wenn die erste dann immer noch die bequemste ist, dann ist es so, aber man kann dann sagen dass eben etwas anderes ausprobiert wurde.
Frage: Also gibt es auch keine Fokussierung auf bestimmte Hersteller?
 
Anja: Nein. Wir haben von allen verschiedenen Systemen von Tragen mehrere Hersteller da, das ist uns auch ganz wichtig. Wir haben auch unterschiedliche Tuchhersteller da. Wir bieten nicht eins vordergründig an – das wäre keine gute Arbeit aus meiner Sicht.
Markus: Es gibt auch ein paar Firmen die wir nicht haben. Da wir von einigen Tragehilfen nicht überzeugt sind, weil wir sie nicht bequem finden.
Anja: Wenn jetzt jemand kommt und hat schon Geld in eine Hilfe investiert und es ist nicht optimal, dann versuche ich es erstmal anzupassen. Aber wenn jemand herkommt und offen ist, dann suchen wir gemeinsam nach der optimalen Lösung.
Service danach – So wird die Tragehilfe besser eingestellt
Frage: Was, wenn nach der Beratung noch offene Fragen sind? Wenn die Hilfe nicht mehr so gut passt, weil das Baby gewachsen ist oder ich einen Kniff beim Tuch vergessen habe?
 
Markus: Wir sagen immer, wenn es irgendwann noch Probleme oder Fragen gibt, kann man jederzeit wieder vorbei kommen. Dann schauen wir nochmal nach.
Anja: Das wird auch gern in Anspruch genommen und es ist für uns auch ein ganz normaler Service! Teilweise auch, um zu bestärken, wenn sich die Eltern unsicher sind und wenn sie einfach jemanden brauchen der sagt: „Das hast du alles richtig und super gemacht!“ Dann gehen sie mit einem breiten Grinsen wieder raus.
Frage: Gibt es denn richtige Tragebabys und solche, die es gar nicht mögen? Oder liegt das scheinbare Nichtmögen dann an anderen Gründen?
 
Markus: Generell sind Babys schlicht und ergreifend Traglinge. Jedes Kind will getragen werden. Wenn das nicht der Fall sein sollte, wenn es offensichtlich irgendetwas gibt, was das Ganze nicht „tragbar“ macht, dann hat das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit andere Gründe. Das können zum Beispiel Blockaden sein, die sind wirklich nicht gerade selten. Wenn es dann bei einer bestimmten Trage nicht passt, dann jault das Baby natürlich, weil etwas weh tut. Oder wenn es eine extrem schwierige traumatische Geburt war und die Mutter nicht bereit ist und keinen Körperkontakt möchte, das kann eben auch vorkommen. Dann liegt es aber auch wieder nicht am Kind, sondern an der Mutter.
Anja: Aus meiner Erfahrung sind das genau diese beiden Punkte. Das habe ich beides auch schon bei Beratungen erlebt. Das eine Mal hat mich der Papa über die traumatische Geburt aufgeklärt, weil ich spürte, dass die Mama nicht so in der Lage war das Kind an sich zu nehmen. Das Baby hatte es sofort gespiegelt und sich dagegen gewehrt sich tragen zu lassen, weil es die Mutter nicht konnte. Der zweite Aspekt: Da habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht und bei meinen Fortbildungen habe ich einen Ostheopathen getroffen, der gesagt hat: „Auch bei Kindern mit Blockaden soll man tragen.“. Da würde ich einfach rum probieren und gucken was passt, weil aufgrund der Schnitte und wie die Tragen konzipiert sind, gibt es bei den Tragen oft Punkte, wo es bei den Kindern mal da und da drückt. Ich würde die Eltern bestärken, dass sie trotz Blockaden tragen. Generell ist es oftmals so, dass die Kinder beim Einbinden schimpfen und ich das den Eltern von vornerein auch sage. Das ist oft die Unsicherheit, die sich gegenseitig überträgt und da quasi erstmal ein Protest kommt. Aber wenn ich sie dann erstmal einmal durch den Laden geschickt habe und wieder zurück -mit strammeren Schritt- dann passiert ganz oft, dass sich eine tiefe Entspannung bei beiden ausbreitet. Und in 80-90% der Fälle schlafen die Kinder schnell ein. Was wirklich dafür spricht, denn ein Kind was sich nicht wohlfühlt, würde nicht einschlafen. Denn ein Gefühl der Entspannung tritt ein. Ich beschreibe es immer ganz gern, dass ein Gefühl des Zuhauses seins eintritt. Weil das genau das ist, was die Kinder aus dem Bauch kennen, eine Begrenzung, Wärme, die Haltung, Nähe und die Geräusche – denn das ist ganz wichtig, oftmals macht diese Stille Angst, weil sie das nicht kennen, denn im Bauch ist immer was los und es gibt immer eine Geräuschkulisse. Ich bilde mir ein, dass die Kinder das so empfinden
Markus: Ach wäre es schön, wenn man da mal in den Kopf gucken könnte.
Anja: Oh ja das wäre schön. Aber gerade diese körperliche Entspannung, wenn die Kinder loslassen, das ist für uns jedes Mal so schön!
Markus: Auch bei den Eltern!
Anja: Ja genau dieses „oooohhhh“ und dann dieses Grinsen das mit der Entspannung kommt. Es ist wie eine Erleichterung. In den Beratungen üben wir ja erst mit Trulla und Paul (Anmerkung: Die Tragepuppen) und die sind im Vergleich sehr pflegeleicht, aber es gibt eine erste Unsicherheit mit dem eigenen Kind. Da ist es mir immer ganz ganz wichtig dass sie auch mit dem Kind einmal üben, auch wenn es vielleicht gerade eingeschlafen ist. Aber das ich sehe, dass sie es sich trauen, weil es wirklich was ganz anderes ist. Und auch aus dem Aspekt, dass sich manche Kinder in manchen Tragen nicht wohlfühlen. Und auch wenn im Vergleich zum Kinderwagen der Anschaffungspreis geringer ist, ist es ja trotzdem Geld das man investiert und es wäre schade drum, wenn es zu Hause nur im Schrank liegt.
Markus: Deswegen ist es bei Pärchen auch ganz wichtig, dass beiden die Trage gefällt. Denn in dem Moment, wo einem die Trage nicht gefällt, trägt derjenige einfach nicht. Das ist einfach so. Wenn mir die Trage nicht zusagt – und da spielt es keine Rolle ob wir vom Schnitt, der Farbe oder Design sprechen – wenn mir die Trage nicht gefällt, dann benutze ich sie nicht.
Anja: Ja ich ziehe ja auch keinen Pullover an, der mir nicht gefällt. In dem Sinne ist die Trage eben auch wie ein Kleidungsstück. Manchmal wird irritiert geschaut, wenn ich sage: „Guckt auch, was euch vom Design gefällt.“, es muss einfach zu einem passen und man muss sich wohl fühlen. Sonst hat man ein blödes Gefühl, dass sich auch gleich wieder auf das Baby überträgt. Ach, das klingt jetzt vielleicht alles kompliziert, dabei ist es das gar nicht!
Frage: Um das kurz aufzugreifen: Das Thema Kinderwagen und Trage oder Kinderwagen vs. Trage?! Wie seht ihr das? Ist der Kinderwagen für euch ein rotes Tuch?
 
Markus: Ich finde der Kinderwagen ist generell eine sehr schöne Erfindung ab dem ersten Lebensjahr.
Anja: Schon eher!
Markus: Es ist einfach so, dass was Kinder, kleine Babys brauchen sind ein runder Rücken, die Anhockspreizhaltung und Körperkontakt.  Lege ich meinen Kind in einen Kinderwagen, dann hat mein Kind keinen runden Rücken, lege ich noch ein Kissen oben drauf, werden die Beine runter gedrückt und es liegt halt im Wagen: Ich habe keinen Körperkontakt. Die drei Sachen die ein Kind braucht, habe ich da einfach nicht. Auf der anderen Seite kann ich das Kind auf den Bauch reinlegen, dann hat das Baby die Anhockspreizhaltung und kann den Rücken rund machen, gut, den Körperkontakt hat es dann immer noch nicht. Aber ich weiß auch noch, dass ich mit unserer ältesten Tochter stolz wie Bolle mit dem Kinderwagen durch die Stadt gefahren bin. Das fand ich total schön und es hat mir total Spaß gemacht. Natürlich ist ein Kinderwagen auch manchmal total praktisch, das darf man auch nicht verachten. Wenn ich mein Kind trage, habe ich die Hände frei, aber wenn ich mit dem KiWa unterwegs bin, kann ich meinen Einkauf reinpacken.
Anja: Du kannst das Kind auch in der Trage nehmen und den Wagen als Transportmittel benutzen. (lacht) Das hab ich gestern gehabt bei zwei Tragemamas.
Markus: Ja genau das sieht man immer öfter. Die schieben dann oft den leeren Wagen, weil die Kinder nicht drin sitzen wollen oder packen den Einkauf rein. Aber das kann man ja dann auch anders lösen, als sich für 400 € einen Wagen zu kaufen. Wie gesagt: Für die ersten zwei Kinder hatten wir auch einen Wagen und haben trotzdem getragen. Für das letzte Kind hatten wir keinen.
Anja: Ja sie hat bei uns abwechselnd im Tuch gewohnt. Und als wir im Urlaub an der Ostsee waren (mit drei Kindern in einem Auto!) haben wir ihn aus Platzgründen weg gelassen und uns immer köstlich über die Eltern mit Wagen im Sand amüsiert. Nach den zwei Wochen hat sie sich vehement gegen den Wagen gewehrt und da habe ich ihn abgeschafft. Später haben wir nochmal einen Buggy gekauft. Aber das fand sie auch nicht lange lustig. Ich würde aber niemals einen Kinderwagen verteufeln, das würde ich mir nicht anmaßen! Es hat seine Vorteile und es ist in den Köpfen so drin und es ist ja auch ein Geschenk, das gern von den Großeltern gemacht wird. Wenn ich aber sehe, was die Dinger so kosten und was es –eigentlich für Nachteile mit sich bringt – dann finde ich es schon schade. Dann können sie lieber hierher kommen und zwei, drei schöne Tragen von kaufen in verschiedenen Designs. (lacht)
Markus: Wo man aber ganz klar trennen muss, was jetzt auch sehr beliebt ist: Diese Babyschalen die als Kinderwagen genutzt werden. Das finde ich ganz, ganz furchtbar! Da gibt es auch ganz klare Aussagen von Ärzten oder dem ADAC, dass die Kinder da eigentlich nicht länger als 20 Minuten am Stück drin sitzen sollten, weil das wirklich ausgesprochen ungünstig ist.
Anja: Ja was da den Eltern suggeriert wird mit dem kleinen Gestell, was flott aus dem Auto gehoben und eingeklickt ist, das sehen wir schon sehr, sehr kritisch. Da weise ich auch drauf hin und gebe mal einen Impuls bei Beratungen, dass es mal günstig wäre, wenn das Kind mal raus kommt. Oder das man es mal auf eine Decke legt oder so.
Markus: Genau so mache ich das auch im Laden. Fürs Autofahren sind sie natürlich notwendig, aber nicht darüber hinaus als Transportmittel. Die Alternative dafür ist ein Sling! (lacht) Also wenn ich eben einen kurzen Weg habe, zum Bäcker oder so, dann ist die Alternative eben dafür der Sling. Da brauche ich kein Tuch oder so, aber der Sling geht schnell.
Anja: Es ist eben auch immer eine Sache des Wissens. Wenn ich so überlege, was ich aus Unwissenheit meinen Kindern „angetan“ habe, wenn ich sehe mit welchem Wissen wir unsere jüngste Tochter jetzt aufwachsen lassen und sie ganz anders verstehen, als wir das vor 12 Jahren noch mit unserer Großen gemacht haben, da ist man irgendwann auf einem dogmatischen Trip. Da hat Markus immer zu mir gesagt, dass ich die Welt nicht verbessern kann und ich meinte, ich könnte es aber versuchen. Aber da bin ich inzwischen auch von weg. Ich habe mittlerweile die Einstellung: Niemand will seinem Kind absichtlich Schaden zufügen. Wenn es Dinge gibt, die nicht so optimal sind, dann ist es oft aufgrund mangelndem Wissens oder von Menschen, die sehr oft sehr nah an den Eltern dran sind, die Dinge weiter empfehlen oder als gegeben hinstellen, die einfach nicht richtig sind. Da werde ich dann teilweise wütend. Das ist eben auch unser Anspruch: Wir bilden uns fort und haben bewusst die Ausbildungen an verschiedenen Trageschulen gemacht. Weil sich viel verändert und immer Wissen dazu kommt, weil wir nicht stehen bleiben wollen, uns weiterentwickeln wollen und auch immer wieder unser eigenes Wissen hinterfragen und nachgucken, ob das noch so stimmt, oder ob es neue Erkenntnisse gibt. Und ich finde es auch gar nicht schlimm, wenn ich sage vor acht Jahren habe ich das empfohlen, heute würde ich eher das empfehlen. Das ist doch kein Zeichen von Schwäche oder von Inkompetenz, sondern im Gegenteil. Das ist für mich ein Zeichen von Kompetenz und Weiterentwicklung.
Markus: Ja dieses dogmatische ist immer schwierig, das ist so als würde dir jemand sagen „Das haben wir schon immer so gemacht“ – oh da könnte ich…das ist der schlimmste Satz überhaupt, da reagiere ich total allergisch drauf!
Anja: Das heißt ja nicht, dass es total schlecht sein muss. Aber aufgrund dessen andere Dinge gar nicht annehmen oder an sich ranlassen, weil man meint „Das haben wir schon immer so gemacht und das muss man immer weiter so machen.“ Da nochmal zu unserem Ausgangspunkt: Man kann auch ausgebildeter Trageberater sein und trotzdem schlecht beraten, weil man nicht in der Lage ist sich auf die Eltern einzustellen, weil man vielleicht in seinem ganzen Denken dogmatisch ist und vielleicht übergriffig wird. Und man kann auch Eltern gut beraten, wenn man keine Ausbildung hat. Natürlich war und ist es bei bzw. für uns wichtig, dass wir eine fundierte Grundlage haben.
Und das merke ich ohne Zweifel – ich danke euch für das lange und intensive Interview!
!!!VERLOSUNG!!!
 
1. Warum ihr diesen Gutschein gewinnen möchtet und was euch vielleicht aufgrund des Interviews überzeugt hat, eine professionelle Trageberatung aufzusuchen, schreibt ihr einfach als einen Kommentar hier auf dem Blog! (Kommentare werden freigeschaltet, bitte gültige Mail Adresse angeben; Kommentare auf Facebook und Instagram werden nicht berücksichtigt! Jeder gibt bitte nur einen Kommentar ab – aber natürlich dürfen Freunde und Familie ebenfalls mitmachen.)
2. Gern dürft ihr das Interview teilen und somit andere Eltern auf das Gewinnspiel aufmerksam machen.
3. Mitmachen könnt ihr bis 29.07.16 um 12 Uhr und der Gewinner wird per Zufallsgenerator frühstens am 30.07.2016 bekannt gegeben und per E-Mail benachrichtigt.
4. Teilnahmen dürfen alle natürlichen Personen aus Deutschland, die mindestens 18 Jahre sind.
5. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram.
6. Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt und hier als auch auf meiner Facebook Seite bekannt gegeben! Sollte er/sie sich nicht innerhalb von 7 Tagen zurück melden, wird neu ausgelost.
Viel Glück!
Über ein Like meiner, der Nestchen und auch „Anja Pohl Geborgenheit durch Nähe Seite“ auf Facebook und Instagram wird sich sehr gefreut! 😉

 

7 Kommentare zu „Interview mit Trageberatern + Verlosung Trageberatung

  1. So, nachdem ich diese Kommentarfunktion hoffentlich durchschaut habe, muss ich mich natürlich beteiligen. Zunächst aber vielen Dank allen Beteiligten für das interessante und kurzweilige Interview und die sympathische Herangehensweise an die Thematik!
    Vom Nestchen habe ich schon recht früh erfahren und mich gefreut, dass es eine solche Anlaufstelle nun auch in meiner Heimatstadt gibt. Leider habe ich es noch immer nicht geschafft selbst vorbeizuschauen, was ich aber definitiv nachholen werde. Wir tragen ja selbst ab und an mit Trage (hauptsächlich mein Freund) und Tuch (ausschließlich ich). Ein fachmännischer Kniff an der einen oder anderen Stelle, wäre da sicher ganz gut und es steht noch immer die Frage im Raum, ob sich ein Sling so anfühlt wie ein als Hüftschlinge gebundenes Tuch 😉 Und nicht zuletzt bekommt meine beste Freundin bald auch eine Tochter und für sie wäre es auch eine prima Möglichkeit!

    Viele Grüße aus der Hauptstadt,
    Ann (ann.borgwardt@web.de)

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  2. Helau 🙂
    Danke für das tolle Interview.
    Ich hatte schon mehrfach das Vergnügen Kurse die von Anja geleitet worden,zu besuchen – so unter anderem zwei Trageberatungen. Im Falle eines Gewinnes würde ich den Gutschein gerne meiner schwangeren Kollegin weitergeben, die ich versuche mit dem Tragevirus zu infizieren ��

    Danke für deine Beiträge-ich stöbere gerne in verschiedenen Blogs und staune über die Vielfalt.

    Liebe Grüße Nadja (Rieke)

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  3. Guten Morgen! Wir sind eine WG mit Baby, ich bin die Zweitmama, und wir sind Trageeltern. Wir tragen seit der Geburt mit den Tuch und einer von mir selbstgenähten MeiTai, würden uns aber liebend gerne noch eine 3. Möglichkeit anschaffen. Nun hat man als FSJlerin und Mutter dauernd akuten Geldmangel und wir können uns eine Beratung partout nicht leisten, würden aber liebend gerne eine besuchen. Daher kommt diese Verlosung echt wie gerufen!!
    Liebe Grüße,
    Joana mit Annika und Nathanael 🙂

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  4. Hallöchen,

    mein zweites Wunder ist nun 6 Wochen alt. Er hasst leider seinen Kinderwagen . Er ist ein kleiner Schreihals der nur auf dem Arm ruhig ist und sich nicht ablegen lässt. Für uns ist also tragen die Erlösung. Ich habe eine Manduca, die ja für die Anfangszeit völlig unbrauchbar ist und ein Tuch. Ich bin mit dem Tuch allerdings sehr unsicher und bräuchte hier definitiv eine gute Beratung. Vielleicht ist ja doch eine gute Tragehilfe die bessere Variante für mich. Leider gehöre ich zu der Kategorie, die ein eher kleines Budget hat. Wir würden uns also sehr über den Gutschein freuen. 🙂

    LG Katja ( KatjaB.87@web.de )

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