7 Wochen Babyglück – Start einer kleinen Reihe / Das Wochenbett

Heute vor genau sieben Wochen erblickte unsere Tochter das Licht der Welt. Wie unsere Geburt verlief könnt ihr hier nachlesen. Ob und wie sie sich zu meinen Vorstellungen unterschied, könnt ihr hier in dem Post „Gedanken zur Geburt“ nachlesen. Wir sind unendlich dankbar für dieses Kind, dass uns bewusst anlacht, dessen Augen sich weiten, sobald sie uns sieht oder hört, die so gern kuschelt, alle Küsse erträgt und unsere Familie komplett macht.
Vor einigen Wochen wurde ich von einer Freundin gefragt: „Ist es so, wie du es dir erträumt hast?“. Und ich musste nach einigem Nachdenken feststellen, dass ich zwar über die Geburt und einige Aspekte des neuen Lebens als Mama nachgedacht hatte, mir jedoch kaum Gedanken über den Alltag mit Baby gemacht hatte. Einige Dinge standen für mich schon zwar vor der Geburt fest. Beispielsweise wollte ich das Wochenbett ernst nehmen, eine Alternative zum Familienbett (welches mit Beistellbett geplant war) gab es in meinen Gedanken nicht und dass das Stillen würde klappen, dagegen sprach für mich nichts.
Nun möchte ich die erste Zeit mit unserem Baby zusammenfassen und euch berichten, wie es mir bzw. uns so im Alltag und mit den konkreten oben genannten Dingen so erging. Da es mir zurzeit nicht möglich ist lange am PC zu sitzen, habe ich mich gerade (während einer Stillpause) dazu entschieden, den einzelnen Punkten größere oder kleinere separate Blogposts zu widmen. Ich möchte euch einen ehrlichen und intimen Blick in diese ersten Wochen gewähren. Viel Freude beim Lesen – und folgt uns doch auf Instagram…dort findet ihr so ziemlich jeden Tag ein (meist mehr) Bildchen von uns!
Das Wochenbett – von Kuschelhausen und Lagerkoller
Unsere Kuschelmaus
Nach der Geburt gingen wir gleich nach Hause und „stürzten“ uns in die Babyflitterwochen und das Wochenbett. Wir kamen erschöpft und voller Glück zu Hause an. Hier angekommen, wurde das Baby kurz von den Hunden begrüßt und wir zogen uns alle gemeinsam ins Schlafzimmer, nach Kuschelhausen, zurück. Greta und ich kuschelten uns in die Kissen, während mein Mann spazieren ging. Sie schlief auf mir und ich glitt schnell in einen ruhigen erholsamen Schlaf. Immer wieder habe ich von Mamas gehört, die nicht schlafen konnten, weil sie so damit beschäftigt waren ihr Baby zu beobachten und sich an ihm satt zu sehen.

Ich konnte schlafen, vielmehr ich musste schlafen, denn ich merkte wie erschöpft ich war. Die Geburt, so schön sie auch war, hatte mächtig an meinen Kräften gezerrt und meinem unsportlichen Körper einiges abverlangt. Die Naht zog und brannte etwas und ich war einfach fertig. Die Naht ärgerte mich auch weitere vier Tage. Am fünften Tag hielt ich inne und merkte, dass ich nichts mehr merkte. Nur wenn ich mich abtupfte spürte ich, dass es etwas unangenehm war. Wir schliefen nur ein, zwei Stunden. Dann wachte ich auf und erblickte den Haarschopf von diesem unsagbar süßen Wesen auf meinem Bauch und weinte vor Glück. Nach ein paar Tagen überlegte ich, ob ich deswegen womöglich eine „schlechte“ Mama oder so sei. Wieso beobachteten andere tagelang ihre Kinder und vergaßen schlafen, essen und trinken und ich konnte einfach neben (bzw. unter) meinem Baby zur Ruhe kommen? Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es hier einfach genauso viele unterschiedliche Abläufe gibt, wie es Mamas gibt, und das es keinesfalls „schlechter“ oder „besser“ ist, schlafen zu können oder eben nicht. Jeder Mensch ist da einfach anders und jeder Körper verkraftet die Geburt anders und regeneriert sich auf seine eigene Art und Weise. Und alle die, die mich kennen, wissen dass es kaum verwunderlich ist, dass ich auch hier einfach schlafen konnte. Mehr zu Denken gab mir am Anfang jedoch, ob alle Mamas am Anfang ihre Babys verwechseln würden? Ich sah meine Tochter an, von der ich immer noch nicht glaube dass sie vor einem Tag noch in meinen Bauch gepasst hatte? und sagte: „Wenn hier noch fünf Babys liegen würden, ich würde nicht wissen welches meines ist.“ Das änderte sich jedoch schnell – kurze Zeit danach und auch jetzt würde ich mein Baby unter tausenden erkennen! Vom ersten Tag zu Hause an, verspürte ich auch fast unstillbaren Durst. Mir schien es, als würde mein Körper all die Flüssigkeit zu sich nehmen wollen, mit denen ich mich in den letzten Wochen der Schwangerschaft so schwer getan hatte. Und es tat gut – und die Hebamme freute sich sehr darüber, dass ich nun keinerlei Beschwerden mehr beim Gang auf die Toilette hatte. Denn bereits am Tag nach der Geburt funktionierte mein Körper wieder was das anging sehr zuverlässig. Ich konnte auch Essen und erhielt gleich am Abend des Geburtstages unseres Kindes ein leckeres, blutiges Rindersteak. Darauf hatte ich vierzig Wochen gewartet, hatte davon geträumt und war mit großen Augen an Steakhäusern und später auch an Kühen vorbei gegangen. Es schmeckte fantastisch, auch wenn ich gerade mal die Hälfte schaffte. Aber das war okay: So hatten die Hunde auch noch etwas von diesem Festmahl. Am Anfang, als Greta wirklich den Großteil des Tages verschlief, war es gut machbar auch noch warm etwas zu essen. Nach einigen Tagen änderte sich das dann und sie wurde mit der präzisen Genauigkeit eines Schweizer Uhrwerks wach, sobald Essensduft in der Luft lag. Da wir unser Baby

Im Newbornaufsatz.

nie haben schreien lassen, konnte ich meistens kalt essen. Doch an manchen Tagen lag sie auch ganz seelenruhig in dem Newbornaufsatz unseres Hochstuhls oder im Laufgitter und wir konnten essen oder sogar mal einen Film schauen

Die nächste Woche verbrachten Greta und ich fast nur im Bett und verweilten in „Kuschelhausen“, so wie wir es seither nennen. Schmusen, Küssen, beobachten, stillen, singen, schlafen, berühren, wickeln – das waren unsere Tagesaufgaben. Ich verließ Kuschelhausen nur, um ins Bad zu gehen oder mit der Hebamme am Wickeltisch im Kinderzimmer zu stehen. Und am Anfang war es mir ehrlich gesagt egal, dass ich mich zwei Tage nicht duschen, sondern nur waschen konnte. Ich war sowieso etwas gehemmt wegen meiner Naht. Diese spülte ich zwar bei jedem Toilettengang, doch ich traute mich weder hinzusehen, noch mich irgendwie anders genauer damit zu befassen. Einen Grund hatte ich zum Glück auch nicht: Laut Hebamme (die auf meine Bitte ab und zu nachsah) verheilte alles wunderbar. Auch meine Gebärmutter bildete sich wohl überraschend schnell zurück und der Wochenfluss lief mal mehr und mal weniger stark und tat seinen Dienst. (Für den Wochenfluss kann ich allen nur die großen Einlagen von Pelzy empfehlen – die fangen wirklich alles auf, und auch wenn sie anfangs unbequem sind, vermitteln sie einfach Sicherheit, dass nichts daneben geht.)
Wir wurden bestens versorgt: Mein Mann übernahm den Haushalt, die Hundeverpflegung und sorgte für ständigen Wasser-, Essens- und Nimm-2-Bonbon Nachschub. Er war einfach großartig in dieser Zeit und ich bin dankbar, dass er das Wochenbett so ernst nahm, wie ich. Denn auf diese Zeit des Kuschelns, Küssens, verliebt daliegen und Babybeobachtens hatte ich mich gefreut. Und wurde ich vor der Geburt für meine strenge Auffassung des Wochenbetts von einigen Belächelt oder manchmal sogar verspottet, so gut tat es mir, meinem Körper, unserem Baby und unsere Hebamme war froh und hielt uns weiter dazu an. Nicht umsonst dauert das Wochenbett traditionell 40 Tage (!) und sollte wirklich eingehalten werden: Der Körper benötigt die Zeit der Erholung, der Heilung und da man (mit der entsprechenden Unterstützung) wirklich keine Sorge um den Haushalt usw. haben muss, kann man sich in Ruhe auf sein Baby konzentrieren. Wir lernten Greta so gut kennen und lesen in dieser Zeit und genossen die ruhige, intime Zeit als Familie absolut. Vor dem Wochenbett dachte ich: Wochenlang im Bett liegen (denn ja, das ist die Definition und diese Zeit heißt nicht umsonst so!) – kann ich! Wer, wenn nicht ich?! Und ich hielt mich auch eine Woche daran und ich würde es immer wieder so machen. Dann wollte ich aber raus: Der Lagerkoller hatte seine Finger nach mir ausgestreckt und mich langsam gepackt. Ich fühlte mich ausgeruht und sehnte mich nach frischer Luft und auch nach meiner Familie: Ich wollte Greta vorstellen und mein Glück teilen. Wir erhielten also nach einer Woche im Bett von der Hebamme die „Anweisung“ uns mit dem Kinderwagen vor die Tür zu begeben.
Der erste Spaziergang.

Der erste Spaziergang war eine Herausforderung von ungefähr 900m, die wir sonst in vielleicht 5 Minuten zurücklegten. Wir brauchten gute zwanzig Minuten und ich war danach völlig erschöpft, teilweise verängstigt, weil Greta zu wimmern begann und ich nur in unsere sichere Höhle zurück kriechen und sie beschützen wollte. Andere Menschen beäugte ich argwöhnisch: Niemand sollte meiner Tochter zu nahe kommen oder sie mit Erkältungskeimen bedrohen. Als wir nach einigen Wochen das erste Mal mit der Trage einkaufen gingen, und sich eine Nachbarin (die wir nur vom Sehen kennen) mit den Worten: „Oh es ist da, da muss ich mal gucken!“ auf uns stürzte, fauchte ich nur: „NICHT ANFASSEN!“ und erntete einen mies gelaunten Blick. Das war und ist mir jedoch egal: Ich möchte nicht, dass mein Kind von jedem angefasst wird. Schon gar nicht in der Erkältungssaison.

Ruhe vs. Alltag

Mit der Zeit besserte sich das jedoch: Die Spaziergänge häuften sich und wurden irgendwann länger. Irgendwann saß ich auf dem Sofa zum Stillen und wollte dort ein paar Stunden verbringen. Ich entwöhnte mich vom Bett und traute mich immer mehr. Doch immer wieder gab (und gibt es auch aktuell) noch Tage, an denen wir fast nur im Bett liegen und kuscheln. Der erste Besuch kam in Form meiner Mama, einer überstolzen und verliebten Oma (wie sich das eben gehört) an Tag neun. Ich konnte meiner Mama ohne Sorge meine Tochter in die Arme legen und uns tat die Abwechslung gut. Nach diesem Tag schlief Greta sehr, sehr lange und wieder deutlich mehr. Sie hatte viel zu verarbeiten. Unsere Hebamme besuchte uns täglich und war uns immer eine große Hilfe. Sie ermutigte uns auf der einen Seite uns mehr zu wagen und auf der anderen Seite brachte sie großes Verständnis auf und hielt uns dazu an, unseren Instinkten und Gefühlen zu folgen. Diese anfängliche Angst das Nest zu verlassen oder die Sorge darüber andere hineinzulassen ist normal und die Hormone tun, was die Hormone tun wollen. Ich dachte nur immer, sobald wir das Haus verließen „Hoffentlich weint sie nicht“ und dann kamen ein paar Tage, an denen ich nicht mehr raus wollte. Diese Gedanken wechselten sich ab und so fingen wir langsam an unsere Tage zu gestalten. Am zehnten Tag wagten wir den ersten Ausflug zur Babyfotografin. Hier fühlten wir uns sicher und es war, als würde man in eine andere geborgene Höhle eintauchen. Seit dem wir unsere Tragehilfe haben und ich genug Kraft habe sie lange zu nutzen, traue ich mich auch weitere und längere Wege in Angriff zu nehmen. Mit der Trage fühle ich mich Greta sehr nahe und habe das Gefühl, dass ihr diese Nähe ebenfalls Ruhe und vor allem Sicherheit vermittelt.
Nähe. Geborgenheit. Liebe.
Worauf wir immer geachtet haben, und was wir auch in Zukunft noch beachten werden, ist, dass Greta maximal zwei, drei Tage aufeinander „Action“ erlebt. Das heißt: Einkäufe, Arztbesuche, (Früh-)Rückbildung im Geburtshaus oder eben Besuche. Nach solchen Tagen gibt es immer wieder Tage der Ruhe, wo wir nur zu Hause sind, uns nach Kuschelhausen zurückziehen und uns genießen. Einen Spaziergang mit den Hunden gibt es jedoch täglich – frische Luft tut uns allen gut. Aber wir haben bemerkt, dass zu viel Aufregung, Eindrücke (Gerüche, Geräusche, visuelle Reize – und ja, all das nehmen Säuglinge auch im schlafenden Zustand wahr!) unser Kind förmlich aus der Bahn werfen. Die Tage um Ostern, die Besuche und Ausflüge waren zu viel und wir hatten auf einmal ein Baby, dass viel weinte und einfach unsicher war. Nach diesen aufregenden Tagen, gab es erst einmal zwei Tage komplette Ruhe. Danach war sie wieder sie selbst: Ausgeglichen und zufrieden, sie fand tagsüber wieder in den Schlaf und weinte nur noch, wenn sie von bösen Blähungen gequält wurde. Damit hatten wir in der zweiten Lebenswoche ordentlich zu kämpfen und konnten ihr, nach dem Austausch mit anderen Mamis und der Hebamme, mit Bauchmassagen, Wärme, Tragen und Tragen im Fliegergriff und der Gabe von Lefax helfen. Hier hat mir vor allem der Tipp mit der Akzeptanz geholfen: Manchmal weinen die Kleinen einfach und man kann nicht wirklich helfen. Da hilft nur durchatmen, Nähe und Liebe schenken und hoffen, dass es bald vorbei ist.
Natürlich gibt es auch bei uns mal hektischere Momente: Wenn die Post kommt (und das kam sie aufgrund vieler, vieler lieber Menschen in den ersten Wochen sehr oft!) und die Hunde bellen, wurden wir anfangs nervös und hatten Angst, dass Greta wach werden oder mit weinen beginnen würde. Jedoch kannte sie das Bellen aus dem Bauch: Es ist ein normales Alltagsgeräusch für sie. Einen anderen glorreich hektischen Moment erlebten wir, als der Nabel abfiel und ich dezent panisch reagierte. Während mein Mann unter der Dusche stand und ich die Kleine im Bett wickelte, fiel das Ding auf einmal ab und ich rief nur noch um Hilfe. Denn sind wir mal ehrlich: Babys sind süß und niedlich, verströmen einen betörenden Duft und reißen alle in ihren Bann – aber so ein absterbender Nabel gehört definitiv nicht dazu. Vor dem hatte ich mich bereits die ganze Zeit gegruselt. Ich war dann nur froh, dass es im Bett passierte und das gute Stück nicht auf dem Boden oder im Magen eines Hundes landete. Jedoch verfahren wir weiter so, dass wir ihr Ruhe neben aufregenden Zeiten gönnen und es tut unserem Kind einfach gut.
Hormone, Gefühle und der dritte Tag
Nach der Geburt müssen unglaubliche Veränderungen im Körper stattfinden. Anders kann ich mir das Auf und Ab an Gefühlen, diese plötzlich aufkeimenden Ängste und einzigartig tief verankerte Liebe nicht vorstellen. Bevor Greta da war, hätte ich mir zum Beispiel nie vorstellen können, dass mich ein Spaziergang mit Kinderwagen in oben beschriebene Angstzustände versetzen kann. Auch die positiven Gefühle übermannten mich: Wenn ich jetzt meinen Mann sehe, wie er unsere Tochter auf dem Arm hat, sie umherträgt, ihr vorsingt oder sie einfach liegend ansieht, könnte ich in Tränen ausbrechen vor Liebe für diese zwei Menschen. Und das tue ich auch ab und zu. Wenn ich Greta sehe, ihr wimmern oder gar Schreien höre, will ich sofort die Welt anhalten und alles dafür tun, damit sie nur wieder zufrieden ist. Auch hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich meine Hunde ein Stückchen zurück setze, mich mehr auf jemand anderen konzentriere und diesen jemanden so viel tiefer lieben kann. Natürlich liebe ich die beiden Fellnasen und ich hatte in den ersten Wochen ein schlechtes Gewissen, weil ich weder mit ihnen arbeiten noch lange spazieren gehen konnte. Doch vorrangig war einfach unser Baby.
Der dritte Tag war der schlimmste. Ich wachte weinend auf und heulte bei jedem bisschen los und war völlig verzweifelt darüber, dass wir keine gestochen scharfen ersten Bilder von uns als Familie hatten. Wir hatten nur das Handy (ohne Blitz) bereit gelegt und die Kompaktkamera war in der Geburtshaustasche vergraben und so sind die ersten Bilder von Greta und uns als Familie verschwommen und dunkel. Das machte mich völlig fertig. Es machte mich fertig, dass wir zu wenige Bilder von ihr am ersten Tag geschossen hatten. Das alle Bilder unscharf waren. Dass sie ja mittlerweile bestimmt schon gewachsen war und uns diese Momente niemand wieder bringen würde. Ich war richtig fertig und mein Mann wusste gar nicht was er tun sollte oder konnte. Ich heulte wie ein Schlosshund und hatte Angst, dass das der Beginn einer Wochenbettdepression sein könnte. Da ich in meiner Vergangenheit Erfahrungen mit depressiven Zuständen und Depressionen gemacht hatte, hatte ich Sorge besonders anfällig dafür zu sein. Ich heulte also einen ganzen verdammten Tag lang. Und am nächsten Morgen (wobei wir eigentlich nie vor 9 Uhr aufstehen) war der Spuck vorbei. Gott sei Dank.
Alles ist ganz anders und doch hat sich nichts geändert
Einige Tage nach der Geburt stellten wir fest: Es ist, als hätte sich nichts geändert. Es ist so, als wäre Greta schon immer da. Wir waren eingespielt: Wenn sie wimmerte, kam sie an die Brust. Sie lag sowieso meistens auf mir oder ihrem Papa. Unser Großer (Hund) kam neugierig angelaufen, wenn sie weinte, während die Kleine sich in ihre Höhle zurückzog. Die beiden arrangierten sich mit weniger Auslauf, wofür ich ihnen unendlich dankbar bin. Greta, die eigentlich von Haus aus nicht in eine pinke Mädchenrolle gequetscht werden sollte, sah auf einmal überraschend gut in zartem (!) Rosa aus und auch stellte ich fest, dass einige dieser von mir gehassten „Das verstehst du, wenn du selbst Kinder hast“-Sätze meiner Mutter stimmten. Wieso verdammt haben Eltern so oft Recht?! Aber so schlecht ist das ja nun, aus meiner gewechselten Perspektive, auch nicht mehr.
Sie ist mein größtes Glück und unsere große Liebe.
Auf die Frage meiner Freundin, ob ich es mir so vorgestellt hatte, konnte ich also antworten: „Es ist, als wäre es nie anders gewesen. Es ist genauso, wie es sein soll. Wir haben das Baby bekommen, das wir gebraucht haben.“. Greta ist ein sensibles, wenn auch waches und neugieriges Wesen, das jedoch immer wieder Zeit und die Möglichkeit benötigt all diese Eindrücke zu verarbeiten. Und auch noch sieben Wochen nach dem größten Ereignis in ihrem Leben, verarbeitet sie die Geburt und die Umstellung zu dieser neuen Welt immer noch. Unsere Tochter weint fast nie, denn wir versuchen ihre Bedürfnisse schnell zu erkennen und zu befriedigen. Sie ist ein ausgeglichenes Baby, das selbst viel schläft (heute verzeichnen wir die dritte Nacht mit acht Stunden Schlaf!) und ich bin davon überzeugt, dass ihr ruhiger Start ins Leben und das gut eingehaltene Wochenbett ihr die Möglichkeit gegeben hat, ihre innere Ruhe zu finden. Wenn sie wach ist, ist sie wirklich hellwach: Ihre Augen wandern umher und betrachten Gesichter, Gegenstände und die Umgebung aufgeweckt und neugierig. Sie kuschelt viel und gerne und ich hoffe, dass sie sich das beibehält. Sie ist einfach ein unglaubliches Baby. Wir lieben sie so sehr und sind unsagbar dankbar und ehrfürchtig, dass sie zu uns geschickt wurde. Wir gehören einfach zusammen und sie ist…perfekt!
Und da die perfekte Madame nun wieder Trinken möchte, verabschiede ich mich erst einmal und hoffe, dass wir uns bald wieder lesen!
Herzlichst, Antonia

2 Kommentare zu „7 Wochen Babyglück – Start einer kleinen Reihe / Das Wochenbett

  1. Glückwunsch zu eurer ruhigen, kleinen Tochter.

    Jedoch möchte ich dir als Mama eines Schreibabys ans Herz legen nicht unbedingt zu glauben das ihr Einfluss auf die Ruhe eurer kleinen hattet. Ruhige Geburt hin oder her, eingehaltenes Wochenbett, viel kuscheln(das im übrigen nicht alle Babys lieben) – es ist Glück oder in meinem Fall, Pech.
    Genießt die Ruhe.
    In wenigen Monaten rennt ihr der kurzen hinterher 😉

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  2. Hallo „Anonym“,

    ich denke was wir glauben und was nicht, geschieht tief in uns. Und ich glaube auch weiter daran, dass wir ihr mit diesem Start und Alltag sehr wohl zu unser aller Ruhe und Wohlbefinden beitragen konnten. Ich behaupte damit ja keinesfalls, dass es für alle anderen gilt oder andere weitergehende Dinge. Ich weiß nur, dass es für uns so das Beste war und wir uns deswegen so eingefunden haben.
    Auch andere Mamas haben diese Erfahrungen gemacht (wie beispielsweise hier zu lesen ist: http://kleinetestwelt.blogspot.de/2015/03/entspannte-babys-kann-ich-mir-eines.html
    Und am Ende ist es auch egal, wieso sie kein Schreibaby (bzw. Baby mit Regulationsstörung) ist. Ich weiß nur, dass ich es immer wieder so machen würde und ich bin sehr dankbar, dass sie keines ist!

    Und ich hoffe doch sehr, dass wir bald hinter her rennen dürfen 😀
    Ich wünsche dir alles Liebe!
    FräuleinTandaradei

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