Panik, Perfektion und Instinkte – vom verrückt machen (lassen) (Rückblick Teil 2 – 140 Tage)

 Eigentlich sollte dieser Teil „Rückblick Teil 2: 140 Tage verrückt machen (lassen) und kluge Ratschläge“ heißen, ich habe mich jedoch umentschieden. Seht mir dies bitte als künstlerische Freiheit im Entstehungsprozess nach 😉
„Trink keinen Kaffee!“ „Iss‘ keine Salami!“ „Nein – du kannst doch nicht die Katze anfassen!“ „Lass dich nicht von dem Hund ablecken!“ „Nimm zusätzliche Vitamine!“ „Beachte das und das!“ „Du musst das unbedingt essen/machen/lassen/wissen!“
 
Hand hoch! Wer hat diese und tausend andere Ratschläge mehr schon während seiner Schwangerschaft (ungefragt) erhalten? Ich wage zu behaupten, dass alle Kugeldamen vor den Bildschirmen die Hände heben. Ich möchte in solchen Momenten ja auch die Hände heben, um sie direkt über dem Kopf zusammen zu schlagen oder auf die Ohren und laut singend im Kreis springen. Da bin ich spontan und es kommt auf mein Gegenüber an. Geht es nur mir so, oder wer ist noch davon schlicht und einfach genervt, fühlt sich bevormundet und auf den Bauch reduziert?
Versteht mich nicht falsch – ich bin sicher einer dieser Frauen, die sich sehr viel auf die erste (so lang ersehnte) Schwangerschaft konzentrieren (können)– aber ich bin eben nicht nur schwanger. Also erste Regel im Umgang mit Fräulein Tandaradei: Hände weg von meinem Bauch! Zweite Bitte, bitte versucht mich nicht verrückt zu machen und mit euren nett gemeinten Ratschlägen dürft ihr gerne Bücher und die Ohren anderer füllen. Wenn ich eine Frage habe, einen Rat ersuche oder einen Tipp möchte, komme ich gerne auf euch zurück.
 
Panik und Perfektion
 
Ich denke das jede werdende Mama möchte, dass ihr Baby gesund und bestmöglich entwickelt zur Welt kommt. Hinzu kommt das Bewusstsein: Die schwangere Frau hat ziemlich viel Einfluss hierauf, schließlich ist das Baby am Anfang seines Lebens Teil ihres Körpers. Das ergibt eine Mischung aus Verantwortungsbewusstsein, Ehrgeiz und PAAANIIIIK. Dass Rauchen- und Alkoholkonsum (sowie sämtlicher anderer Drogen) in der Schwangerschaft sehr schädlich sind, ist mittlerweile bei fast jeder Frau angekommen. Doch auch alles andere soll ebenfalls richtig und perfekt laufen. Man soll dem Baby Mozart vorspielen, damit es intelligent wird. Die Ernährung muss stimmen und natürlich auch die entsprechende medizinische Vorsorge. Heutzutage wollen wir doch alles perfekt haben: Den perfekten Look. Den perfekten Job. Die perfekten Freunde. Den perfekten Partner an unserer Seite. Die perfekte Wohnungseinrichtung. Die perfekte Schwangerschaft und am Ende dieser steht selbstverständlich auch das perfekte kleine rosa Wesen. Man schluckt teure Vitaminpräparate und achtet besonders auf eine gesunde Lebensführung. Schließlich sind alle Augen auf einen gerichtet und wehe man macht etwas falsch – denn am Ende ist man ja schuld, wenn das Baby nicht perfekt ist! Ich finde diesen Gedanken furchtbar, erschreckend und mehr als belastend. Natürlich tue ich alles dafür, dass mein Baby gesund und behütet in mir wächst – aber wir haben eben nicht alles unter Kontrolle, auch wenn dies in unserer Gesellschaft so gern gewollt ist. Doch daran sollten wir uns einfach gewöhnen. Diesen Gedanken müssen wir dringend wieder in unser Bewusstsein lassen und die Gewissheit einfach akzeptieren, um unser selbst willen. Manche Dinge kann man eben positiv beeinflussen, manche Dinge kann man zum positiven wenden und manche Dinge bleiben außerhalb unseres Einflusses und ich glaube: Das ist gut so. Das Baby muss nicht perfekt sein. Das Baby muss nicht wie wir sein. Es darf ganz so sein, wie es eben kommt.
 
Panik verbreiten: Vom sich verrückt machen und verrückt machen lassen
Heutzutage wird man ja, kaum dass man den positiven Test in der Hand hat, von allen Stellen mit Möglichkeiten und Risiken zugespamt. Der Arzt schlägt aus einem riesigen Vorsorgeuntersuchungskatalog mehrere Zusatzleistungen vor, die ganz ganz wichtig sind und erhebt gleichzeitig mahnend den Zeigefinger, wie man sich nun zu verhalten hat. Viele dieser zusätzlichen Untersuchungen sind sicher sehr sinnvoll: So habe ich, aufgrund familiärer Vorbelastung, mich sofort (und noch bevor es unsere FÄ ansprechen konnte) für den kostenpflichtigen Test auf Toxoplasmose und Cytomegalie entschieden. Beide Namen beschreiben für einen kleinen Bauchbewohner sehr gefährliche Krankheiten, die schwere Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen nach sich ziehen können. Hier sage ich eindeutig, dass ich dafür bin, dass die Untersuchung hierauf in den Katalog der Kassenleistungen mit aufgenommen werde sollte.  
Hieraus ergibt sich gleich der Punkt „verrückt machen lassen“. Obwohl ich in meiner Kindheit so gut wie kein Tier ungestreichelt und ungeküsst gelassen habe (Kindheit ist hierbei ein bis in die Gegenwart dehnbarer Begriff), auch als Teilzeitgärtnerin in Erde gewühlt habe und mit großer Vorliebe halbrohe Rindersteaks verspeise habe ich keinen Schutz gegen Toxoplasmose vorzuweisen.

 

Manchmal muss es eben Mäcces sein…

Uff. Okay. Von da an war Vorsicht geboten und mein Mann ist hier jemand, der so schnell von Null auf „Ich packe dich gleich in eine große Seifenblase“, wie ich von 0 auf „Ich flippe aus!“ beim Autofahren kann. Seine Liebe zu mir und zu unserem Baby genieße ich in vollen Zügen, aber dass er jedes Mal einen herzinfarktähnlichen Zustand durchleben muss, wenn ich in einem Katzenhaushalt auf dem Sofa gesessen habe und mich dann nicht in Ruhe lässt, bis ich mir die Hände gewaschen und desinfiziert habe, ist manchmal dezent nervend. Aber gut – er kann das immer Mal machen. Leider passt er ebenso gut auf, was ich esse. Denn der Verzehr von rohem Fleisch und Rohmilchkäse ist ja ebenfalls tabu. Natürlich kann man diesen Verzicht 10 Monate durchhalten, keine Frage! Aber habt ihr das schon mal versucht zu verzichten und dabei gut gelaunt zu bleiben, wenn euer Körper der festen Überzeugung ist, dass gerade nur eine Salami und Appenzeller euren Appetit Stillen und die Stimmung heben kann? Natürlich verzichte ich auf meinen Lieblingskäse und das Hüftsteak. Aber es gibt Tage…da leide ich wirklich darunter. Da habe ich diesen unvergleichlichen Geschmack auf den Lippen, sehe mich am Büffet schon bei der Salami und möchte zugreifen…und werde von einem panisch schreienden Mann gestoppt.
Aber, der liebste Mann darf das natürlich. Nicht so andere Personengruppen, die einem nicht nur etwa sagen „Hey du hast es bald geschafft und wenn das Kleine da ist, gehen wir lecker ungarische Salami und Käse an der Theke holen und schlemmen was das Zeug hält!“ (so wie mein Liebster), sondern die vorwerfen „Wie kannst du das nur wollen?! Weißt du denn nicht, was…?!“ Ähm, doch. Ich möchte trotzdem nur mal schnuppern…schnuppern darf ja wohl erlaubt sein! Kommen wir zum nächsten: Ich trinke keinen Kaffee aber sehr gerne mal eine Cola. Und stäääändig wird man belehrt, man darf das nicht. „Cola ist ungesund!“ „Ich weiß. Schokolade angeblich auch.“ „Cola enthält Koffein!“ „Ja, aber laut Experten (die haben studiert und recherchiert und analysiert und so!) darf man eine gewisse Menge Koffein am Tag zu sich nehmen, auch während der Schwangerschaft!“ „Cola ist ein Calziumräuber!“ „Ja – ich trinke jeden Tag viel Milch und nehme Milchprodukte zu mir und trinke meine Cola trotzdem. Bitte ohne Eis und Zitrone – danke!“ Alles lieb gemeint, aber ich glaube mit Ende zwanzig darf man es dann doch selbst entscheiden, ob man sich alle paar Tage mal eine Cola gönnt oder nicht.

Auch eine scheinbar einseitige Ernährung wird schnell abgestempelt. Ich persönlich liebe Nutella. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, täglich, in mehreren kleinen Dosen. Da hieß es auch schon „Oh das musst du aber noch ändern.“ – Ähm, Entschuldigung – wieso? Es schmeckt mir und ich ernähre mich (entgegen mancher Gerüchte ;)) nicht ausschließlich davon. Das Baby in mir ist nicht gleich unterernährt, unterversorgt oder einseitig „ernährt“, nur weil ich ein, zwei Tage kein Obst zu mir nehme.
Und doch gerät man manchmal ins Grübeln – ich geriet bzgl. der Versorgung meines Babys ins Grübeln, als ich keinerlei Nahrung oder Flüssigkeit mehr bei mir halten konnte und ins Krankenhaus musste. Ich war mir relativ egal (auch wenn es mir mehr als schlecht ging und meine Mami kommen und meine Freundin bei mir bleiben mussten…was sie zum Glück auch getan haben!). Doch die Ärzte beruhigten mich schnell: Das Baby nimmt sich was es braucht. Egal wann und wie! Auch wenn man es mal nicht schafft 2 Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken – da können die anderen noch so mit der Wasserflasche hinter mir herrennen. Natürlich ist es gut, mehr zu trinken. Aber es ist auch kein Weltuntergang wenn ich es mal nicht schaffe. Hier in unseren Breitengraden wage ich außerdem zu behaupten, dass es kaum eine Unterversorgung von Fetten, Kohlenhydraten, Mineralien oder auch Vitaminen gibt. Wer kein Obst mag und es nicht schafft sich ausgewogen zu ernähren (Oh Gott was dürfen sich vegetarische oder gar vegane Schwangere wohl anhören?!), kann Tabletten einwerfen. Aber wer es schafft ein wenig Obst zu essen oder einen Saft zu trinken, braucht beispielsweise kaum Nahrungsergänzungsmittel nicht zu nehmen. Das Geld kann man wohl lieber sparen und dafür süße Babykleidung oder Spielsachen shoppen. Macht auch mehr Spaß als Pillen zu schlucken.
Das sollen nur ein paar exemplarische Beispiele dafür sein, wie man teilweise verunsichert und belehrt wird. Es wissen ja eh alle besser was im eigenen Körper so los ist, als man selbst.
Ich finde es daher manchmal unpassend und grenzüberschreitend, dass einige Menschen denken, man habe sich bei beispielsweise dem Genuss von Cola weder Gedanken gemacht, noch Arzt/Hebamme/Ernährungsexperten befragt. Denn ja: Auf manche Dinge möchte ich einfach nicht verzichten. Dazu zählen bei mir Cola und auch mal Fast Food. Und auch Fast Food kann gesund sein: Meistens ist auf so einem Burger ja Salat – hallo? Gesünder geht’s gar nicht! 😉 Um die Angst meines Mannes zu besänftigen, habe ich mich z.B. darauf eingelassen keine Mieze mehr zu streicheln. Aber ich werde zum Beispiel nicht darauf verzichten, eng mit meinen Hunden zusammen zu leben und mir manchmal einen Kuss von ihnen abzuholen. Denn das passiert beim Kuscheln und mich stört es nicht.
Man kann ja als nahestehende Person (dazu zähle ich persönlich meine Mutter und vielleicht noch Schwester) einmal sagen „Wie möchtest du denn das und das dann machen?“ oder „Hast du dir darüber Gedanken gemacht?“ und dann reicht das auch. Ansonsten komme ich, wie bereits oben beschrieben, von selbst darauf zurück zu fragen. Denn jede Schwangerschaft ist anders, jede Schwangere ist anders und jeder hat andere Schwerpunkte, Ängste und richtet seinen Fokus auf unterschiedliche Dinge in dieser Zeit. Auch mache ich mir z.B. über andere Sachen Gedanken, als meine Mutter oder Schwester es bei ihren Kindern getan haben. Und das ist völlig okay: Denn ich bin ja ein anderer Mensch. Und viele von euch werden vielleicht die Nase gerümpft haben, als sie von Hundeküssen lassen – und das ist ebenfalls ok: Denn es gilt leben und leben lassen!
 
Der Umgang mit den Besserwissern, Panikmachern und dem eigenen Gefühl
 
Zu Beginn dieser spannenden Zeit voller neuer Dinge, habe ich mir oft diese Diskussionen und teilweise Konflikte sehr zu Herzen genommen. Vor allem wenn es z.B. um meine Hunde geht, bin ich schnell dünnhäutig. Mittlerweile versuche ich – mal mit größerem und mal mit kleinerem Erfolg – die Sachen einfach an mir abperlen zu lassen und die Leute reden zu lassen. Bei einigen Leuten klappt das, andere – ihr kennt sicherlich auch solche Exemplare – akzeptieren keine andere Meinung, meinen sie haben die Weisheit mit Schöpfkellen gefressen und vor allem: Es sei ihre Schwangerschaft. Und auch wenn jemand ein Enkelkind, eine Nichte/Neffen, Cousin/Cousine oder Patenkind erwartet, fällen die Entscheidungen immer noch die…genau! Die Eltern. Und nur diese! Meiner Meinung nach hat während der Schwangerschaft maximal der Vater des Kindes etwas zu sagen bzgl. Ernährung, Vorsorge und Lebensführung – ansonsten ist es die Frau die entscheidet, was mit ihrem Körper geschieht. Und ich hoffe, dass jede Frau zwischen realen und geschürten Ängsten zu unterscheiden lernt.
Ich wünsche jeder Schwangeren, dass sie sich auf sich selbst besinnen kann und von ihrem Partner, ihrer Familie, Freunden aber auch Arzt und Hebamme in ihren Instinkten gestärkt wird! Und das passiert viel zu selten. Die Schwangere wird eher in Angst und Zweifel versetzt, sie kann so viel falsch machen und jeder Fehler wird als unverzeihlich suggeriert. Dabei braucht es vor allem eines: Wir hören in diesem hektischen, beschleunigten Leben viel zu selten auf unsere innere Stimme, dabei weiß sie Bescheid. Wenn wir ruhig lauschen, wissen wir was gut für uns ist, welche Bedürfnisse unser Körper hat und dem müssen wir vertrauen. Ich hatte beispielsweise keine „typischen“

…und manchmal Frisches ohne Ende!

Schwangerschaftsgelüste wie saure Gurken mit Sahne, sondern – wie viele, viele andere auch – einen unstillbaren Hunger auf Obst und frische, grüne Sachen. Das hat sich, bis auf einige kleine Kräppelchenpausen, bisher auch so gehalten. Mein Körper signalisiert mir, wenn mir etwas zu viel wird, er teilt mir mit, wenn ich nach Nutellabrötchen doch mal wieder ein Wurst- oder Käsebrot brauche. Er sagt mir: Heute ist Bewegung gut und schon schnappe ich die Hunde und kann zwei Stunden wandern gehen und an manchen Tagen ist es eben das Beste einfach alles ruhiger anzugehen. Die Natur war schon verdammt clever und hat uns gute Instinkte mitgegeben, wir haben nur verlernt darauf zu hören und geben mehr darauf, was ein Arzt, Bekannter aus Schulzeiten oder jemand aus dem Internet von uns halten könnte, wenn wir keinen erweiterten Basisultraschall wollen oder mal ein Glas Cola trinken. Anstatt auf uns zu hören: Was brauche ich? Was nimmt mir Sorgen und was lastet mir Ängste auf? Was ist mir und vielleicht auch meinem Partner wichtig? Wie kann ich meinem Baby wirklich etwas Gutes tun (zum Beispiel eine stress- und angstfreie Schwangerschaft anstatt pränatale Bildungskurse)?

Jede Frau muss ihren Weg finden, was sie für wichtig hält und wie sie ihr Kind am gewissenhaftesten wachsen lässt. Denn man kann sich wegen so vielem verrückt machen, und ich kann es auch besonders gut. Aber manchmal ist es das Beste, sich zurückzulehnen und einfach das vierte Stück Kuchen zu genießen, mal ordentlich tanzen zu gehen oder sich einen Kuss vom geliebten Hund abzuholen.
 
In diesem Sinne seid mir nicht böse, wenn ich den Schwangerschaftsbegleitern einen Post an einem anderen Tag widme – es geht auf Mitternacht zu und ihr hattet ja jetzt auch wieder einiges zu lesen.
 
Im Übrigen dürft ihr gespannt sein: In den nächsten Tagen wird sich hier einiges verändern und eine kleine Überraschung gibt es für sowohl für fleißige Leser, als auch Follower auf Instagram und … jaaaa es wird eine Überraschung geben also bleibt einfach gespannt und schaut wieder vorbei, ich würde mich freuen!
Herzlichst, Antonia

2 Kommentare zu „Panik, Perfektion und Instinkte – vom verrückt machen (lassen) (Rückblick Teil 2 – 140 Tage)

  1. Hach ja du Liebe, da sprichst du so einigen (Ex)schwangeren aus dem Herzen 🙂 Auf Toxoplasmose habe ich mich nie testen lassen … Dafür auf B-Streptokokken was nachher noch problematisch genug wurde! Ich ernähre mich ja vegan und habe das auch während der Schwangerschaft größtenteils gemacht und ja da darf man sich viel anhören …

    Lea alias LuckyJulita 😀

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